Hi hier ist Fabian. Und in diesem Beitrag möchte ich euch erklären, wie ihr eure Ware zwischenfinanzieren vielleicht sogar vorfinanzieren könnt, egal ob es um das Thema Amazon, FBA oder Dropshipping geht.

Das ist so eine Sache die Finanzierung. Man macht Dropshipping, weil man denkt man braucht gar nicht so viel Kapital. Zugegeben brauchst du auch nicht, du brauchst kein Personal, du brauchst auch keine Ware vorzufinanzieren im klassischen Sinne. Wir müssen nichts importieren. Naja und wir müssen eigentlich auch kein Warensortiment bereithalten. Blöd ist es natürlich, wenn Menschen bestellen – was eigentlich irgendwie toll ist – aber man das Ganze dann auch irgendwie bezahlen muss bei dem Hersteller. Wie kann man jetzt das Ganze elegant gestalten? Wie verhält es sich, wenn ich bei Amazon FBA mache und Ware sowieso vorfinanzieren will aber als Startup rangehe? Die Parallele, die Lösung ist die Gleiche und deswegen schauen wir uns jetzt das Ganze einmal an, wie das aussehen kann.

Also als Dropshipper generell habe ich den Vorteil, ich kann Ware anbieten, die ich nicht habe und nur im Verkaufsfall. Jetzt ist das Thema, ich sage den Leuten geh auf eine Plattform raus, da kannst du starten, hast erstmal keine riesigen Starthürden. Das ist auch richtig. Nur das Problem ist so wie bei Amazon, da kriegst du relativ schnell Bestellungen und jetzt musst du die irgendwie bezahlen, bestellen bei dem Lieferanten. Jetzt ist es natürlich so eine Situation. Zum einen, wenn du eine neue Firma gründest, ein Startup bist, dann ist das schonmal per se schwierig, weil die Leute sagen, hier machen wir erstmal Vorkasse. Hier machen wir erstmal gar nichts. Genauso verhält es sich mit deiner Hausbank, die sagt nein, einen Kredit kannst du vergessen und machen erstmal gar nichts. Wir sind Startup und da dauert es 12 Monate dann machen wir vielleicht was, aber wahrscheinlich auch nicht. Dann war das die Illusion früher, dass das an der Rechtsform liegt. Ich dachte immer, ok, als Einzelkaufmann, vielleicht als UG, das ist alles nichts. Meine Bankberaterin war damals so hoffnungsvoll, sagte Fabian, du als Dropshipping Experte, wenn du eine GmbH hättest, dann wäre das kein Problem. Naja, gesagt – getan. Mit der GmbH ein paar Jahre später hingegangen, gesagt Mensch habe jetzt eine GmbH. Nein in den ersten 12 Monaten können wir nichts machen. Witzig.

Im Prinzip glaube ich liegt es nicht wirklich an der Rechtsform, das heißt, man hat es gerade als Startup in Deutschland schwieriger. Also Gründern wird es nicht wirklich leicht gemacht. Und eine Kreditvergabe, das ist sowieso schwierig. Merkst du vielleicht schon bei einer Kreditkarte. Das könnte die erste Lösung sein zumindest in einer gewissen Form. Die ist auch limitiert. Gestern habe ich gerade einen Beitrag gelesen von jemanden hier in der Gruppe. Er sagte, bei mir läuft das Business sehr gut, bin aber mit der Karte bei 10 000 Euro am Limit. 10 000 Euro ist schonmal relativ viel, wenn man es aus einer Startup-Perspektive betrachtet. Wenn du also generell über das Thema Kreditkarte und vielleicht auch Prepaid-Kreditkarte nachdenkst. Weil bei einer Prepaid-Kreditkarte könnte ich zwar soviel Geld darauf laden wie ich will, aber brauche es auch erstmal zum Draufladen. Das ist so ein bisschen vielleicht nicht ganz so charmant. Die Prepaid-Karte hilft deshalb primär nur bei der Account-Eröffnung, weniger bei der Warenfinanzierung. Denn wenn ich das Geld hätte, dann genau brauchte ich keine Kreditkarte, könnte es auch irgendwie überweisen, per PayPal bezahlen, per Lastschrift. Also generell schonmal sei darauf hingewiesen, wenn du vielleicht generell, Thema Anmeldung und Startup, keine Kreditkarte als solches kriegst, rein fundamental, habe ich euch im Video oben mal einen Link reingepackt zu einer Auswahl von Kreditkarten, die auch als Prepaid-Karten auf Debitorenbasis laufen. Das heißt, da hast du schonmal dieses Grundproblem gelöst, aber nicht die Finanzierungsproblematik. Und um die soll es eigentlich gehen.

Also jetzt ist es natürlich so, du kannst mit dem Lieferanten verhandeln, dass ist aber natürlich als neues Startup schwierig. Das wurde mir auch hier immer wieder mit unseren Kunden bewusst. Du hast im Prinzip eine Vorkassenmentalität. Ist ja eigentlich nicht schlimm, weil es ist ja so Dropshipping-like, du hast hier ein bisschen Ware, die du erst bezahlen musst, wenn du das Geld vom Kunden hast. Ist Vorkasse, ist insofern auch richtig. Und damit zahlst du deine Vorkasse weiter an den Lieferanten. Jetzt ist das Problem, dass eine Plattform wie Amazon die Kohle eincasht. Auch das ist keine neue Erkenntnis, aber es ist natürlich schon einmal eine Grunderkenntnis. Es mag einzelne Plattformen geben, die da nicht ganz so sind. Aber selbst mit einem Zahlungsdienstleister, selbst wenn er es nur eine Woche eincasht, so ganz fließend ist der Prozess natürlich nicht. Und das ist natürlich etwas schwierig. Du kannst die Lieferzeit nicht auf drei Wochen hochsetzen, außer du machst AliExpress. Und da ist es ja Standard. Nein Spaß. Was ich damit sagen will, es ist ein bisschen suboptimal die ganze Situation. Gerade wenn man neu beginnt. Und wenn man das Startup und Dropshipping deswegen kombinieren will. Jetzt haben wir gesagt, ok wir machen einen Fachhandel. Dropshipping-Fachhandel, dazu kommen wir nächste Woche grundsätzlich. Aber ich wollte es heute schonmal mitnehmen. Mit einem Fachgeschäft werde ich tendenziell besser beliefert und habe auch eine Chance auf zu mindestens eine Zahlungsfrist von 14 Tagen zu verhandeln, die man dann per SEPA-Lastschrift hinkriegt. Das könnte ein erster Ansatz sein, aber wenn es wirklich richtig rauscht die Bestellung könnte es auch immer noch eng werden. Das heißt, im Prinzip läuft dann alles darauf hinaus, dass du Folgendes brauchst: das Zauberwort heißt Factoring. Ein Factoring ist jemand, der deine Rechnungen abkauft und dir das Geld gibt, abzüglich natürlich einer Gebühr, dass die das machen, ist ja klar, ist keine Wohltätigkeitsorganisation so ein Factorer. Aber darauf läuft es hinaus. Das heißt, im Prinzip kaufen die deine Forderungen ab, geben dir die Kohle, meistens abzüglich dieser Gebühr in voller Höhe, manchmal bearbeiten die einen kleinen Sicherheitsbehalt. Aber meistens sind vielleicht auch 70, 80 Prozent von dem schonmal besser wie gar nichts. Und mit dieser ausgezahlten Summe, damit kannst du dann loslegen. Aber auch ein Factorer hat – musst du dir vorstellen – meistens ein Limit. Wie so eine Kreditkarte. Das heißt, die sagen wir versichern Sie bis zum Beispiel 20 000, 50 000 Euro. Dann hast du immer so ein Vakuum in dem 10 000 Euro-Level, 20 000 Euro-Level, in dem kannst du dich bewegen wie bei einer Kreditkarte. Wenn der Shop mehr läuft, dann hast du auch hier wieder das Problem, dass du an die Grenze stößt. Und das ist in der Praxis der Nachteil von Dropshipping.

So ganz ohne Kapital bedeutet das erstmal, ja man kann überall Fuß fassen, aber ja es wird auch ein paar Tage dauern. Und allein schon deswegen ist es kein Schnell-Reich-Werden-System. Aber Factoring an sich ist schonmal ein richtig guter Ansatz. Jetzt wollte ich euch eine Liste machen und da habe ich mir überlegt, Mensch, vielleicht hat die Arbeit sich schon jemand gemacht. Und tatsächlich, ich habe jemanden gefunden, der das sehr schön nach allen Ländern, auch in Deutschland, auch in allen europäischen Ländern, auch ein paar andere, aufgelistet. Und deswegen möchte ich mir diese Arbeit gar nicht doppelt machen. Sondern habe euch einen Link unter das Video gepackt und da findet ihr sämtliche ich sage mal Rechnungsankäufer. Wie gesagt, früher war das einfach schlicht ein Factoring, vom Namen her. Inzwischen haben die alle so etwas, wie Rechnung ankaufen, bisschen semantische Namen. Aber im Prinzip habe ich da eine sehr schöne Liste. Und da kann man sich jetzt mal die Mühe machen mit ein paar zu sprechen. Und was ganz lustig ist, es gibt sogar ein paar und das ist ganz spannend, die sind tatsächlich auf die Kreditvergabe von Amazonverkäufern beispielsweise jetzt speziell FBA spezialisiert. Und das ist eine ganz nette Sache, das ist übrigens sowas wie amacash. Und da habe ich euch auch drunter verlinkt, denn das ist zum Beispiel auch was, wo ihr speziell als Amazonverkäufer hingehen könnt. Da wird dann eben geschaut, wie ist das Verkäuferprofil, wie sind denn die ganzen Transaktionen. Und daraufhin wird dann auch hier wieder eine Kreditlinie reingemacht, die dann binnen weniger Monate Retour führen kannst – und somit Ware vorkaufen kannst. Also kann auch hier schonmal ein ganz konkreter Ansatz sein ein bisschen Traffic in den ganzen Laden reinzukriegen. Deswegen schaut euch das mal an – einmal speziell diesen Amazonlink und als solches mal die generellen Rechnungsankäuferthematiken. Sicherlich ist in dieser Liste nicht alles so für jeden, weil der eine hat so ein Business, der andere hat so ein Business. Einzelne Rechnungsanbieter die haben es zum Beispiel mit Dienstleistern nicht so gern als wenn du vielleicht Fliesenleger bist. Aber du bist ja Dropshipper, Dropshipping Experte vielleicht sogar. Also das kann und sollte ein erster Weg sein. Zu mindestens sich mal gedanklich mit dem Thema Factoring auseinandersetzen.  Wobei wie gesagt so die ganz großen Factoringunternehmen, die Erfahrung habe ich selber gemacht, die wollen wiederum von einem Startup wirklich so viel wissen. Da hast du so hohe Eintrittshürden. Da bist du wieder bei deiner Hausbank gefühlt. Ja schicken Sie hier mal eine Bilanz. Die habe ich nicht, ich bin ein Startup. Schicken Sie mal dies, schicken Sie mal das. Habe ich nicht, bin ein Startup. Das heißt im Prinzip läuft das auf einen Dienstleister hinaus. Deswegen hier mal die Liste, dass ihr euch da nochmal ein bisschen umschaut und einfach mal ein erstes Feeling kriegt.

Das heißt was kannst du konkret tun? Du kannst diese Liste durchgehen und wirklich tatsächlich mit allen sprechen. Nicht mit dem ersten und sagen, das ist scheiße, das geht nicht. Musst du alle machen. Das ist arbeiten. Selbstständig. Selbst und ständig bedeutet man muss selbst und ständig durchtelefonieren. Die rufen nicht bei dir an und sagen, hey willst du Geld haben. Also musst du das selber machen. Du rufst jetzt die ganze Liste an. Und wenn du das machst, ist die Chance, dass irgendeiner davon sagt, ja machen wir, gut. Das ist so wie wenn du ein Drecksjob machst bei so einer Kackakquise. Da musst du auch immer anrufen. Du musst immer freundlich sein. Das weißt du von solchen Verkaufsgurus. Die lernen, die erzählen dir das. Du musst immer motiviert sein. Du darfst das nicht als inneren Glaubenssatz nehmen und so weiter. Du musst da anrufen. Immer hochmotiviert, auch wenn du 300-mal eine Absage gegengebügelt bekommen hast. Du musst immer sagen, Mensch super der nächste sagt Ja. Und genau mit dieser tollen Grundeinstellung musst du tatsächlich mit den ganzen Menschen telefonieren. Ich würde erstmal telefonieren um abzuklopfen wie die so ticken und erst dann eine E-Mail schreiben. Eine E-Mail, ja ist leichter. Kannst du auf Autoresponder machen, aber das ist eben nicht das. Weil dann antwortet die Hälfte nicht und du hast auch schon wieder vergessen, wo du hingeschickt hast. Weil Autoresponder – das bringt nichts. Erstmal sprechen, fragen, hey wie sieht es aus ich bin Amazonhändler, ich bin dies, ich bin Dropshipper, habt ihr eine Lösung? Und es mag als Lösung sicherlich funktionieren. Das ist die klare To-Do wenn es um Kohle geht. Einfach mal hier einen Weg suchen. Eine andere Lösung wie gesagt, habe ich schon gesagt, ist so eine Prepaid-Kreditkarte. Ist auf jeden Fall mit einem gewissen Limit eine ganz charmante Sache. Und der typische Kontokorrentkredit wie bei der Hausbank der ist sehr unsexy was die Summen betrifft, aber da kann man vielleicht im Kleinen was bewegen. Und Achtung Tipp und Strick und Falle. Die meisten Banken sagen dann, ja wir würden Ihnen Geld geben vielleicht, aber da haften Sie mal schön persönlich. Und da musst du sagen, nein habe ich jetzt gar nicht vor. Das heißt ganz wichtig ist, die meisten Banken werden dir Kohle nur geben, wenn du unterschreibst, dass du da selber haftest. Nur das ist natürlich die Ironie des Schicksals. Jetzt hast du dich vielleicht zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung hingezogen gefühlt. Also wir sagen mal eine Kapitalgesellschaft. Und da fällt dir ein, Mensch ich unterschreibe trotzdem, dass ich privat hafte. Das ist natürlich immer besonders dämlich, weil dann bringt diese ganze Haftungsbeschränkung natürlich nichts, wenn du dann persönlich das ganze Ding außer Kraft setzt. Und deswegen ist hier ein Fallstrick. Und deswegen immer darauf achten, wenn du so ein Angebot kriegst – und sei es von deiner eigenen Hausbank – erstmal schauen mit wem schließen die denn den Vertrag. Und die sind ja nicht blöd, die machen das wahrscheinlich sogar ein paar Tage länger als du und meistens schreiben die dann da rein, dass das eben du bist und nicht die Firma. Und da musst du besonders drauf achten und auch mal ein bisschen nachfragen und hier auch mal eiserne Brust zeigen, nein das Angebot nehme ich nicht an. Und ich weiß das fällt schwer, weil eigentlich willst du das ja haben. Aber ein bisschen Pokerface zu mindestens mal den Schwellenwert verhandeln. Das man sagt, gut ich hafte vielleicht nur mit 10 Prozent, aber schon gar nicht mit der gesamten Summe. Das heißt hier ist Interaktion. Hier ist Sprechen notwendig und nicht das erstbeste Angebot annehmen. Das kann ich euch wirklich nur empfehlen. Und deswegen hier der ganz klare Tipp: einmal die Liste durchgehen, die Konditionen vergleichen – wobei das schon an ein Luxusproblem dann grenzt.

Denn wenn ich Konditionen vergleichen kann, habe ich mehrere Zusagen. Das ist so ein bisschen wie wenn ich mich bei 300 Unternehmen bewerbe und alle sagen, super, Herr Siegler, machen wir und du gehst dahin wo es am besten, am nächsten, am tollsten, am meisten Urlaub gibt und noch am meisten Geld. Das ist so ein bisschen Traumland. Das heißt es wird wahrscheinlich ganz ehrlich darauf hinauslaufen, dass du einen hast, maximal zwei, die sagen, wir nehmen es – dann wird das in der Praxis genau das sein, was du nehmen musst. Aber denkt bitte daran, der eine sollte nicht der sein, wo du privat haftest. So, das ist erstmal das To-Do für diese Woche. Und damit schließen wir erstmal mit diesem neuen Input für dich mit dieser neuen Liste und mit diesen Links diese Woche. Wir schließen nicht nur diese Woche, wir schließen mit diesem ganzen Thema das ganze Thema. Denn damit soll es gewesen sein. Wir verabschieden uns freitags an dieser Stelle von diesem Format. Denn wir haben gemerkt, entweder interessiert niemanden das Format und andererseits liegt es vielleicht auch am Tag. Das heißt egal wie es ist, das Thema Dropshipping bleibt beibehalten – denn das ist ja nicht der Freitag primär, auch wenn es heute mal ein bisschen darum ging. Primär geht es jetzt künftig sonntags los, statt freitags mit einem neuen Format. Und da gehen wir sehr tief in die Praxis, denn das wurde oft gewünscht, dass wir mehr in die Praxis gehen. Und das werde ich machen. Und was wir da genau Tolles machen, das erfahrt ihr jetzt schon diesen Sonntag. Und deswegen aber hier bis zum Sonntag hier fleißig telefonieren und einmal fragen, ob euch denn jemand die Ware vorfinanzieren will.

Denn als Dropshipper, das sage ich euch als Dropshipping Experte, kann das eine elegante Lösung sein. Und im Worst Case auch hier mit einem Lieferanten sprechen. Denn wie gesagt, nur weil man neu am Start ist, muss man nicht die beschissensten Konditionen an den Start legen. Im Worst Case, weißt du jetzt schon, den Joker solltest du nie ziehen, wenn du privat haftest. Lieferant beliefert dich dann auch auf Rechnung. Das ist das Dämlichste was du machen kannst, aber manchmal vielleicht das einzig Sinnvollste. In diesem Sinne viel Spaß. Und wir sehen uns am Sonntag wieder.

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