Ich wurde gefragt, Fabian, Mensch, wie kann ich eigentlich anfangen – ich habe irgendwie ein bisschen Existenzangst – den ersten Schritt zu machen. Du als Dropshipping Experte kannst uns das doch bestimmt sagen: Was kannst du dagegen tun, was würdest du empfehlen und hier ist meine Antwort.

Ja, meine Betonung ist, mache es langsam. Aber wichtig ist, tue es. Das ist das Wichtigste, dass wir einfach mal anfangen müssen. Und es ist klar, wenn ihr bisher auf der Schule wart und dann vielleicht noch irgendwo eine Ausbildung gemacht habt oder irgendwo einen ganz normalen Job gemacht habt, eine gewisse Sicherheit, eine vermeintliche Sicherheit. Denn wir wissen alle wie nicht sicher heute Jobs sind. Es ist natürlich immer schwierig den ersten Schritt in die Selbstständigkeit, man sagt ok, Firma – das kostet Geld. Vielleicht ein Büro, das kostet Geld. Firmenwagen – kostet Geld. Versicherung – kostet Geld. Steuerberater – na ihr wisst schon. Und das ist genau das Thema. Man hat irgendwie Angst, weil es alles ungewiss ist und neu ist.

Überlegt doch einfach mal. Wenn ihr bisher einen Shop habt und eine gewisse Sicherheit gewöhnt seid, dann fangt doch einfach mal mit einer Plattform an. Mit einem Plattformvertrieb, nicht mit einem eigenen Shop und schon gar nicht mit einem Shopify-Shop. Sondern sagt einfach, ich liste, kein Dropshipping – da brauche ich keinen Wareneinkauf, einfach mal ein paar Artikel bei Amazon, bei Ebay. Und da geht es gar nicht um den Megaprofit. Deswegen ist es auch egal, welchen Großhändler du nimmst. Es geht nicht darum, dass du erst guckst, Trends auswertest und was können wir nehmen, was nicht, was rentiert sich. Es geht darum, dass du Erfahrung kriegst, Praxis kriegst und wenn du dann langsam mit den ersten Artikeln anfängst, Umsatz zu generieren. Dann kannst du das skalieren. Und dann, wenn du das skalierst, dann kannst du dir Gedanken machen, ob wir bessere Konditionen kriegen, bessere Software kriegen, bessere Marktplätze. Wichtig ist aber, setze dir Ziele, konkrete Ziele. Zum Beispiel, angenommen, ich kenne Leute in Deutschland die machen einen 450 Euro-Job oder einen Midi-Job, das sind so 750, 800 Euro die Ecke. Wenn ihr sowas als Range habt, sagt ich würde zum Beispiel, wenn ich 800 Euro Gewinn habe, dann mache ich den ersten Schritt in die Selbstständigkeit. Zum Beispiel, kann natürlich auch eine andere Summe sein, dann mach das – diese Summe. Und dann sag nicht, das machst du einmal, nicht so ein One-Hit-Wonder. Sondern sagst ok wir nehmen diese Summe. Zum Beispiel drei Monate. Wenn wir 800 Euro als Ziel haben und wir machen drei Monate 800 Euro oder mehr. In Folge dann nimmst du den Schritt war und gehst in die Selbstständigkeit. Erst dann. Somit baust du Vertrauen auf, aber du machst es dir verbindlich.

Das ist genau das, was ihr machen müsst. Kleine Schritte. Es erwartet niemand, dass ihr morgen einen mega Shop macht. Und deswegen versucht euch bitte erst gar nicht daran – an einem Shop – wenn ihr kein Budget habt. Es ist gar nicht schlimm, dass ihr das nicht habt. Aber semiprofessionelle Shops, das ist schrecklich, da wird nämlich niemand einkaufen. Ich wurde gefragt auch, Fabian glaubst du, dass in einem normalen Shop jemand einkauft. Oder Leute, die zu Amazon gehen. Das sind ja Amazonkunden, kommen die dann in meinen Shop. Nein, sie kommen nicht in deinen Shop, wenn du einen hässlichen shopify-stellvertretenden Shop hast. Hässlich nicht im Sinne einer Objektivität, sondern im Sinne einer Professionalität. Wenn du keinerlei Rechtstext hast, damit fängt es an, wenn du nichts Formelles hast, wenn du kein Budget hast für ein Impressum, die ganzen Sachen. Für eine vernünftige Produktpalette. Wenn einfach die Professionalität fehlt. Auch Texte, es geht nicht darum, dass ihr die ausschließlich selber texten müsst. Ich empfehle es euch. Aber das ist gar nicht der Punkt. Wichtiger ist, dass ihr ein Händchen habt, dass die vollständig sind. Dass die komplett sind. Das ist Professionalität. Vielleicht kann man das noch optimieren und wenn ihr das professionelle Gesamterscheinungsbild habt und dann noch ein bisschen Budget habt um damit in die Marke und damit in den Shop zu investieren, macht das Sinn. Aber ihr müsst das nicht zu Beginn der Selbstständigkeit machen. Das ist gar nicht notwendig. Wichtig ist, ihr müsst anfangen. Müsst das, was ihr macht, gut machen, Praxis, Routine und Sicherheit kriegen. Und wir werden alle Fehler machen, mache ich auch jeden Tag. Das ist gar nicht schlimm. Gerade heute wieder brutalste Fehler gemacht. Ich darf das euch gar nicht sagen. Hat mich wirklich fest Geld gekostet. Ist gar nicht schlimm, das machen wir alle. Aber wichtig ist, dass wir es tun, dass wir dann rückblickend daraus lernen und weitermachen. Aufstehen, weitermachen.

Deswegen ist es auch so mit dem Shop, ihr könnt euch mit einem Shopify-Shop versuchen. Das ist nicht schlimm. Ihr könnt euch mit einem Yatego-Shop, einem Amazon-Shop versuchen. Das ist alles super. Ist in Ordnung. Macht das, tut das und sammelt Erfahrungen. Und ihr habt eine Erfahrung und ihr sagt, ok, jetzt merke ich Fabian, warum du gesagt hast der und der Shop nicht. Wichtig ist, ich glaube und das habe ich selber bewiesen, man kann mit einem eigenen Shop Umsatz generieren. Auch hochpreisige Artikel. Ich habe früher Kindermöbel verkauft, die waren über 1 000 Euro und die kannst du in einem No-Name-Shop verkaufen. Ich hatte damals schon ein Trusted Shop Zertifikat. Das war ein Shopinterview, schon ewig her, gefühlt über 10 Jahre. Eine Ewigkeit, das war einer meiner ersten Shops. Aber es war ein Trusted Shop zertifizierter Shop. Ich habe Professionalität gezeigt, auch wenn man mich als Marke nicht gekannt hat. Und deswegen ist es wichtig, dass ihr wenn ihr auf Plattformen verkauft auch die nehmt, die nicht den erstbesten, größtmöglichen Umsatz versprechen. Da denkt man immer an Amazon. Aber nehmt doch die kleinen, nehmt Yatego, nehmt die ganz kleinen. Denn die haben den Vorteil, dass ihr auf euren Shop verlinken könnt. Traffic kriegen könnt und damit überzeugt ihr den Kunden. Aber macht dann auch nicht den Fehler, dass ihr in eurem Shop teurer seid wie ihr bei Amazon seid. Ihr habt dort 15 Prozent durchschnittlich, die ihr spart. Nehmt das als Rabatt an den Kunden. Das heißt, lernt daraus, ein bisschen Pricing. Nicht alle Produkte sind auf jedem Marktplatz gleich. Das ist es, einfach ein bisschen Erfahrung sammeln. Und ich glaube man kann auch in einen professionellen Shop machen mit irgendeiner Shopware oder mit irgendeinem Gambio oder auch mit einem Shopify im Prinzip. Es geht darum, was man macht, muss vernünftig sein. Und man darf auch keine Mondpreise machen.

Viele Leute holen aus AliExpress rüber einen Artikel für dort 2 Dollar. Verkaufen das hier für 20. Es gibt ein, zwei Leute, die machen sowas. Bei Facebook mit den Ads da funktioniert das. Aber die breite Masse der Kunden ist nicht bescheuert. Für einen richtigen echten Shop braucht es mehr, als einen „billigen“ Artikel zu finden, den man teuer verkauft. Ihr sollt den Kunden nicht verarschen. Ihr sollt ihm einen Mehrwert, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Und das ist die Möglichkeit mit einem deutschen oder europäischen Shop zu beginnen. Auch was die Großhändler betrifft. Beginnt langsam, skaliert dann das Business. Und achtet darauf, dass alles professionell wirkt. Stellt euch stets die Frage, würde ich da einkaufen. Und auch bei Amazon. Ihr könnt auch den Amazon-Kunden für euch gewinnen. Dann akzeptiert ihr eben Amazon Pay, ihr verkauft Technik dann akzeptiert ihr Bitcoin. Das geht einfach darum, sich in die Zielgruppe reinzuversetzen. Ich bin überzeugt, der Kunde wird auch in einem anderen Shop kaufen. Und gerade einen ganz speziellen Artikel, vielleicht unikaten Artikel, den er nur bei euch auch bekommen kann. Oder ein Produktbündel ist das so, dann ist es auch weg von der Plattform. Und dann denkt man, so Leute wie ich, die auf der Insel leben, da ist nicht die große Auswahl. Weil vieles kriege ich bei Amazon gar nicht, weil es in Deutschland das gibt aber hier auf die Insel wird es nicht geschickt. Thema Akku und so. Elektronik ist hier mega schwierig. Wenn es hier einen Online-Shop gibt in Spanien, natürlich bestelle ich da, auch wenn ich den noch nicht kenne. Und genauso müsst ihr das Bildchen einmal umdrehen.

Beginnen, testen und machen und einen eigenen Shop. Aber gern an zweiter Stelle. Es ist ein langfristiges Investment. Und nicht selber den Druck machen, dass man morgen selbstständig ist und übermorgen mit seinem Shop Gewinn macht. Denkt daran, große Marken haben angefangen wirklich im Keller oder in der Garage. Keine Firma ist von heute auf morgen explodiert. Und das erwartet auch von dir niemand, aber tue den ersten Schritt. Das ist entscheidend.

Schreibe mir deine Fragen hier unter den Blogpost. Dann kann ich darauf eingehen und wir können das gemeinsam hier angucken. Tipps von deinem Dropshipping Experten Fabian Siegler. Und denke auch daran, ich unterstütze dich persönlich. Ich unterstütze dich persönlich in einem Mentoring bei allen deinen individuellen Belangen zu dem Thema E-Commerce und Dropshipping.

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