Heute geht es um die Frage, kann ich als Dropshipper einfach mal so krank werden, einfach mal so in den Urlaub fahren. Naja, das Business ist ja ortsunabhängig, könnte man sagen, was sagst du dazu so als Dropshipping Experte? Was steht dem da im Wege? Ich sage mal spontan, die Kundenzufriedenheit.

Ja, ich habe oft so das typische Arbeitnehmerdenken, was mich so in meinem E-Mail-Postfach hier begrüßt. Nach dem Motto, Fragen an den Dropshipping Experten Fabian Siegler. Naja, kann ich denn einfach mal in den Urlaub fahren. Was ist denn, wenn ich krank werde? Naja, als Arbeitnehmer eine simple Sache. Du hast geregelten Urlaubsanspruch. Und naja, wenn du krank bist, dann wird dir das bezahlt. Das heißt erstmal so wirklichen Stress machen muss man sich nicht. Erstmal schön auskurieren. Jetzt ist man ja selbst und ständig. Da ist es ein bisschen anders. In aller Regel – mal ganz vereinfacht auf einen Nenner runtergebrochen – wer nicht arbeitet, da kommt auch kein Geld rein. Denn wer soll es denn tun letztendlich, wenn du selber es nicht tust. Das bedeutet, wenn ich mich jetzt mal so zurück entsinne, wann war ich das letzte Mal krank. So richtig krank – also im Sinne von schwer, beim Arzt. Nein, manche Leute gehen ja schon wegen Schnupfen zum Arzt und haben dann drei Wochen Schnupfen. Also wenn man mal so wirklich dramatische Ereignisse – vielleicht einen operativen Eingriff. Und selbst da muss man gucken, mache ich das jetzt just for fun – vielleicht eine Schönheits-OP – oder habe ich wirklich ein Problem. Ich sage mal, wenn ich das jetzt an mir selber so festmachen würde wollen, dann war ich schon wirklich – ewig her. Ich hatte das letzte Mal vor, ich weiß nicht vor 4, 5 Jahren eine Zahn-OP. Örtlich betäubt und so weiter. Schon mit Vollnarkose. Aber im Prinzip muss man sagen, war ich so 3, 4 Tage außer Gefecht gesetzt. Also wenn wir sowas mal hernehmen – das ist dann schon in meiner Definition außer Gefecht gesetzt. Das ist dann mal krank. Aber mal schnell Schnupfen auskurieren – das ist nicht kranksein. Und das wird man als Selbstständiger vielleicht auch hinkriegen, dass mal mit dem Laptop zu machen.

Im Notfall – das ist jetzt mal so die Kernmessage 1 – Delegation. Wenn du krank bist, da musst du halt im Vorfeld bevor du krank wirst und jetzt wo du gesund bist, einfach mal eine Delegation aufbauen. Das machen viele Dropshipping Experten. Das heißt ein Team aufbauen. Vielleicht Freelancer. Ich denke an virtuelle Büroassistenzen die dann einfach mal deinen Support machen. Und das würde dann auch greifen, wenn du in den Urlaub fährst. Natürlich kannst du in den Urlaub fahren. Und man kann natürlich auch sein Shop zumachen. Jetzt ist es so, wenn du auf einer Plattform verkaufst – sagen wir mal Amazon oder Ebay. Das sieht man tatsächlich manchmal bei Ebay so diesen gelben Banner drinnen – Urlaubsmodus. Oder eben wie gesagt, wenn man offline schaltet seinen Shop bei Amazon. Dann sind die Artikel erstmal raus. Dann bin ich im Urlausmodus. Ok, das ist in Ordnung. Das sei auch jedem erstmal so zugestanden. Ein bisschen, finde ich persönlich, komisch wirkt das, wenn das in einem Webshop steht. Das wirkt dann hochgradig, in meiner persönlichen Wahrnehmung, als unprofessionell. Der Händler, der Lieferant der kann sich das vielleicht einmal, ich sage mal, genehmigen. Da ist es ein bisschen was anderes, denn der verkauft nicht zu einem Endkunden. Aber als Endkunde, wenn ich dann sehe der hat Urlaub, ich weiß nicht. Also wenn Amazon morgen reinhängen würden sie haben Urlaub oder bei Ebay – die Plattform als solche verkauft sie nicht – aber versteht ihr, wenn die da einfach mal sagen, naja 80 Prozent der Verkäufer haben gerade Sommerferien, deswegen machen wir die Plattform down – das ist komisch. Also ich würde dann statt der Urlaubsschaltung die Lieferzeit – wenn überhaupt –  hochsetzen. Trotzdem nach außen hin online bleiben. Vielleicht kannst du – aber auch nicht zehnmal im Jahr – sowas wie eine Inventur reinhängen. Aber alles andere wirkt finde ich in einem Shop jetzt erstmal unseriös oder unprofessionell letztendlich. Und ich glaube – das ist so meine Vermutung – dass jemand der mal in einem offlinebetriebenen Shop war, nicht wiederkommen wird. Dass der einfach sagt, Mensch guck mal, der hat wegen Reichtum geschlossen. Das ist tatsächlich so. So denkt man ja in dem Moment. Und niemand geht dann drei Wochen später wieder hin, schreibt dir als Käufer eine E-Mail, Mensch wie war dein Urlaub, ach war es schön ja. Das ist nicht so dieser Tante-Emma-Style von früher. Deswegen glaube ich wer einfach hier Urlaub macht, dem sei das gegönnt. Dann kauft der Kunde letztlich einfach woanders. Auf einer Plattform wie gesagt, mag das vom Imagetransfer nicht ganz so tragisch rüberkommen. In einem Webshop finde ich ist es megaunprofessionell.

Ich würde einfach an eine Outsourcinglösung denken. Gerade wenn man Dropshipping macht, kann man sehr viel delegieren, sehr viel automatisieren. Und da stellt sich ja die Grundfrage, brauche ich denn überhaupt einen nach außen hin kommunizierten Urlaub. Ja wir haben den Luxus, dass wir ortunabhängig arbeiten können. Das heißt ich brauche eigentlich nur ein W-Lan und einen Laptop und dann geht es los. Und ich meine, das tun wir den Tag über ja genauso. Ich habe sehr viele Telefonate momentan. Das heißt was mache ich? Ich nehme die eben mit zum Strand. Bestes Beispiel gestern: superschöner blauer Himmel im Januar. Da gehe ich einfach raus und nehme mein Telefon mit und arbeite quasi da wo andere Urlaub machen beziehungsweise warum soll ich mich in mein Büro setzen. Jetzt kann man drüber streiten, habe ich da gerade Urlaub gemacht. Nein, ich habe eigentlich gearbeitet, aber ich fand es ganz angenehm. Das heißt ich glaube als Dropshipper, als Dropshipping Experte, und insbesondere als Selbstständiger sollte man mal weg von dieser Arbeitnehmerdenke. Ich habe geregelten Urlaub und ich mache mal die Füße hoch. Das ist Blödsinn. Du brauchst ein Mindestkontingent von ein, zwei Stunden am Tag, damit das Business läuft. Und es ist doch eigentlich fahrlässig – jetzt wo es gerade läuft – das Ding in den Urlaubsmodus zu schicken. Wie gesagt, dann besorge dir jemanden, der dich kompensiert, der die Mails beantwortet oder eben noch jemand, der ans Telefon geht. Da gibt es ja virtuelle Büroassistenten. Das ist nicht immer so hardcore-geil, aber es ist sicherlich besser wie den Shop zuzumachen. Denn das ist letztendlich auch Geld. Und deswegen kann ich euch nur empfehlen, ja ihr könnt Urlaub machen.

Kommt aber mal von der Denkweise Arbeitnehmer statt Arbeitgeber-Business. Das ist noch nicht so ganz drinnen. Das heißt viele habe das genau umgekehrt von dem was ich gerade gesagt habe. Die haben das einfach noch falsch herum. Also, werde zum Arbeitgeber in deiner Denkweise und nicht mehr im Arbeitnehmer-Style. Denn ein Arbeitgeber bedeutet erstmal wir müssen Geld verdienen und da ist jeder Feiertag, könnte man sagen, im Prinzip aus rationeller Sicht scheiße. Erstmal ein Horror, denn da verdiene ich kein Geld, wenn der Laden zu hat. Und jetzt ist ja Urlaub im Prinzip ein Synonym für ein paar Feiertage hintereinander aus deiner persönlichen Planung heraus. Und naja, das ist genau das Problem. Man vergägt damit Geld und Umsatz. Und wenn man sich es erlauben kann, naja gut ok.

Ich glaube, man kann es kombinieren sowohl eben Urlaub zu machen, ortunabhängig zu leben. Also man kann da, gerade als Dropshipping Experte, denke ich, einiges tun. Und das ist genau das Thema, wo ich glaube das ist eine Frage der Delegation. Und einfach deswegen auch mal ein Stück loslassen zu können. Dann klappt es auch mit dem Urlaub. Und wenn du dann wirklich mal eine Bronchitis hast oder eine Herz-Lungen-Kreislauf-Problematik – dann ist das ja auch nicht schlimm. Aber man sollte auch hier vielleicht nicht jedes Wehwehchen sowas von überbewerten und vor allem Dingen man sollte auf dem Schirm haben, wenn du irgendwann mal nicht mehr das Backup von deinem Angestelltenverhältnis vielleicht hast, dann bist du ja auch erstmal selbstständig. Und das bedeutet, du hast auch erstmal deine private Krankenkasse beispielsweise zu bezahlen. Das heißt man hat da vielleicht auch eine andere Sichtweise in dem Moment wie wenn man natürlich sagt man alles ganz gemütlich überwiesen bekommt. Das ist halt als Selbstständiger – wenn du es ernsthaft machen willst – einfach überhaupt keine Option zu sagen, wann haben wir denn Urlaub und wann sind wir denn krank. Wenn das so ist, dann ist das so. Dann suche eine Lösung, aber nicht auf Kosten deiner Kunden und schon gar nicht auf Kosten meiner Meinung nach von deinem eignen Umsatz. Denn das ist deine Existenzgrundlage. Und es gibt eben am ersten niemanden der dein Gehalt überweist – zu mindestens nicht, wenn du es in Vollzeit und ernsthaft betreibst.

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