Hi hier ist euer Dropshipping Experte Fabian und heute geht es um die Frage: Wann gründen wir denn wie viele Unternehmen?

Ja gerade, wenn man so die amerikanischen beziehungsweise auch die chinesischen AliExpress-Vorlieben von euch mal so sich zu Gemüte führt, dann kommt man immer wieder zu dieser Erkenntnis, dass doch gefragt wird, brauchen wir denn eine Unternehmensgründung als solches? Brauchen wir überhaupt eine Gewerbeanmeldung? Und glaubt mir, in diesen ganzen einschlägigen Foren sagt man nein, braucht man nicht. Das ist dann so ein bisschen aus der Praxis heraus geschuldet. Ich sage mal dieses Missverständnis, dass in China – also nicht im europäischen Raum sagen wir mal – vielleicht nicht immer so eine Gewerbeanmeldung erstmal benötigt wird. Aber jetzt muss man das ein bisschen differenzieren. Als Dropshipping Experte sage ich euch: Grundsätzlich ist es eben so, dass die Faustregel gilt: Ohne Gewerbeanmeldung – das ist jetzt erstmal der erste Schritt. Ein Gewerbe ist erstmal losgelöst von einer Rechtsform ob du selber haftest, eine Kapitalgesellschaft hast, wie auch immer. Aber ohne eine solche Gewerbeanmeldung ist es zumindest hier im europäischen Raum in Deutschland und so weiter so, dass es nicht möglich ist, dass dich ein Lieferant beliefert, ja dass er normalerweise ohne einen Gewerbenachweis nicht einmal eine Preisliste aushändigt. Und jeder Lieferant der etwas auf sich hält, mal losgelöst dass er sich dann, wenn er sich nicht daran halten würde, in der rechtlichen sehr schwierigen Situation befinden würde. Und das auch teuer werden kann mit Abmahnungen und so weiter. Es geht auch darum, dass nicht nur das mit der Gewerbeanmeldung als solches eine Pflicht ist, sondern auch was dann drin steht. Das heißt man sollte möglichst präzise bevor man loslegt überlegen, möchte ich denen jetzt Blumentöpfe verkaufen, Pferde, Nahrungsmittel, Ergänzungsmittel für den Körper und Geist oder alkoholische Getränke. Einfach mal im Vorfeld Gedanken machen was möchte ich denn verkaufen. Das ergibt auf jeden Fall Sinn. Denn umso präziser das Ganze da drin steht was man denn tun möchte, desto leichter wird das Ganze dann mit der Belieferung. Jetzt kann man ein bisschen tricky sein und kann auch so einen englischen Begriff mit reinfließen lassen. Dann hat man den Vorteil, dass wenn man das Ganze ins Ausland schickt – nehmen wir mal China als Beispiel, nehmen wir mal Amerika als Beispiel – dann wissen die Kollegen auch was so halbwegs damit gemeint ist. Aber primär sind wir nun mal da in der Landessprache ansässige, wo wir das Unternehmen hinnehmen. Wenn wir zum Beispiel eine GmbH aus Kostengründen, Kosten-Nutzen-Situation in Spanien gründen, dann ist das Gewerbe natürlich in Spanien und deswegen ist auch die Sprache in Spanien. Und wir tun natürlich dann in der Praxis keine deutschen Begrifflichkeiten oder amerikanische Begrifflichkeiten reinschreiben, sondern dann sind es eben spanische. Und wenn jemand genau wissen will was er da tut, dann muss er das eben googlen, translaten. Was hilft es denn, es geht nicht anders. Es ist ja auch im umgekehrten Fall so, wenn dir jemand aus China ein Business macht, da steht ja auch nicht plötzlich irgendetwas in Deutsch drin. Das ist nun mal so. Jedes Land hat eben seine Regularien. Und das finde ich auch erstmal legitim.

Also halten wir fest: Wir brauchen um zu starten grundsätzlich eine Gewerbeanmeldung und eigentlich rein im offiziellen juristisch korrekten Sinne brauchen wir das. Das sage ich euch als Dropshipping Experte. Losgelöst mit welchem Handelspartner in welchem Land wir Geschäfte machen wollen – wir brauchen so eine Anmeldung. Und wie gesagt, egal was euch da immer gesagt wird, ob wir die brauchen oder nicht brauchen, wer euch beliefert oder nicht beliefert. Das ist ja wie gesagt in der Ausnahmesituation vielleicht abweichend und auch sehr spannend, wenn es da Leute gibt die da nicht so genau hinschauen, aber eigentlich und offiziell und formal und korrekt sollte man darauf eben achten, dass man sich anmeldet. So und jetzt kommt es wieder – wie schon so oft gesagt – mit dem Thema Haftung. Mit einem EK wo jeder immer rausbeschwört, da stehst du mit dem Rücken zur Wand und du haftest persönlich, wenn du Mist baust. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das wird dann ganz schnell ungemütlich. Denn dann ist das Auto weg. Die Wohnung weg. Und naja das ist dann halt so eine EK-Sache. Da hafte ich ja selber. Jetzt ist es ja so, dass du mit 1000 Euro eine UG machen kannst. Eine UG ist schonmal besser. Im juristischen Sinne haben wir eine Kapitalgesellschaft erschaffen. Das heißt, wir sind dann nicht mehr selber an der Front. Das ist schonmal aus juristischer Sicht sinnvoll. Wie das jetzt auf den Lieferanten wirkt – da haben wir schonmal drüber gesprochen. Man kann sich drüber streiten. Es ist nicht so. Das hatte ich früher immer die Illusion, dass eine GmbH als solche der Türöffner schlechthin ist. Aber mit einer GmbH wirkt es souveräner wie mit einer UG, die vielleicht so ein bisschen Der-will-und-kann-nicht mitschwingt. Das gleiche seriöse, nichtseriöse Will-und-können und so weiter schwingt in meiner Geste auch immer noch mit den ganzen UK-Dingern. Also man denke an die ganzen Fidschi-Rechtsformen die es da gibt. Das ist nun mal immer so ein bisschen eine anrüchige Sache. Da wirst du gedanklich gleich in ein Steuerparadies abgeswiftet, nur weil du halt eine exorbitante Rechtsform hast die so nicht irgendwie dem Mainstream entspricht. Aber auch das ist natürlich Klischeedenken. Man muss eben daran denken, wir sind alle Menschen. Und der Lieferant denkt nun mal vielleicht womöglich auch in einem Klischee. Und wenn er dann halt eben liest, dass du eine Limited hast sagen wir mal – nennen wir das Kind beim Namen – dann kann es passieren, dass er dich nicht beliefert. Genauso mit einer UG. Aber – um es nochmal klar zu sagen –  das ist kein Garant, dass man dich dann beliefert, nur weil da GmbH steht. Und wenn wir jetzt aber die Wahl hätten, würde ich persönlich schon sagen, so eine GmbH ist etwas Griffiges oder die GmbH hat was. Und deswegen nochmal die spanische GmbH. SL genannt. Einfach nochmal mit ins Spiel gebracht. Die ist für 7/8 weniger Kosten wie in Deutschland gründbar. Ich habe trotzdem eine Haftungsbeschränkung. Und ich habe nicht so eine Ich-will-und-kann-nicht-UG, weil sie ja mit 3000 Euro Stammkapital. Also 3006, wenn wir jetzt hier mal ganz akkurat sein wollen, ist das Ding gegründet. Und das ist eine auch in Deutschland zulässige und handlungsfähige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Eben SL genannt. In Spanien gegründet. Und nein, man bedarf um so etwas zu gründen nicht zwingend sein Wohnsitz. Man muss nicht, wie wir das gemacht haben, auswandern. Du kannst das im Prinzip ganz entspannt tun, auch wenn du dann eben nicht hier arbeitest. Also ich möchte damit nur nochmal klarstellen, das wirkt einfach auf den ersten Blick.

Und das ist die Situation die man sich situationsbedingt fragen muss, was will ich denn. Aber du musst auf jeden Fall eine Gewerbeanmeldung machen, wenn du irgendwie eine Preisliste zu Gesicht bekommen willst. Und wenn du schon dein Gewerbe anmeldest, schreibst du da auch rein, wie deine Internetadresse von deinem Shop oder von deiner Company sein wird. Und selbst wenn du dann nur auf einer Plattform verkaufst, dann schreibst du halt trotzdem eine Domain rein. Die brauchst du ja ohnehin, wenn du nicht per Freemail unterwegs sein willst, also per @web, per @gmx, per aol oder what ever. Das heißt, ihr braucht hier ja eh eine Internetadresse. Und wenn ich die schonmal registriere, www.müller, meyer, schmidt.com oder was auch immer. Dann habe ich den Vorteil, dass ich daraus schonmal eine info@, eine buchhaltung@, eine professionelle E-Mail-Adresse eben generieren kann. Und wenn ich die schonmal generiere und die für eben einen Euro im Monat durchschnittlich – mehr kostet so ein Ding nicht – mir erstmal ohne Webspace registriere bei united -domains oder Domain.de oder what ever. Dann habe ich ja schonmal einen sehr großen Schritt gemacht. Und dann habe ich diese Domain und dann kann ich das schonmal eintragen. Losgelöst, ob da jetzt ein langfristiger Shop drunter läuft oder der vielleicht wo anders läuft.

Und nein – das ist auch so eine Frage gewesen: Brauche ich denn mehrere Gewerbeanmeldungen, wenn ich mehrere Nischenshops betreibe? Natürlich nicht. Du brauchst grundsätzliche eine Gewerbeanmeldung. Also eine. Und da schreibt man eben rein, was man macht. Und jetzt ist das natürlich so mit der Gewerbeanmeldung. Das ist in der rein hypothetischen, langfristig skalierten Denkweise vielleicht eine charmante Sache, wenn wir sagen, wir haben für jede Nische ein eigenes Gewerbe. Und jetzt machen wir es mal noch größer. Wir haben für jede Nische nicht nur ein eigenes Gewerbe, sondern wir haben da auch natürlich noch eine eigene Rechtsform. Also wir haben drei Nischen. Wir haben drei GmbHs. Oder zwei und eine AG. Das bedeutet, damit habe ich einen Riesenkostenapparat geschaffen. Und ich glaube das ist für jeden der gerade im Dropshippingbereich – das ist ja auch nochmal eine Besonderheit als solche, dass ich hier keine Ware kaufe und so weiter. Dass ich da als Mittler fungiere. Deswegen würde ich da erstmal sagen, komm ok, machen wir erstmal eine Firma und schreiben rein was wir machen. Wir beginnen vielleicht einfach zwecks der – was wir gerade eben gesagt haben – Wahrnehmung beim Lieferanten. Nicht mit 3000 und alle Kategorien die uns einfallen, sondern wir sagen mal ein, zwei Nischen die harmonieren. Bei mir waren das damals Babyausstattungen und Kindermöbel. Das hat damit angefangen. Irgendwann waren es auch Spielwaren. Aber das gehört zusammen. In dem Moment, wo wir da den DVD-Player mit reinpacken – naja da muss man kreativ werden. Ich meine Biene Maja gibt es auch im Kindersortiment. Könnte ich jetzt integrieren, aber ihr versteht schon worauf ich hinauswill. So fängt man an als Dropshipping Experte. Das heißt, das gilt es jetzt einfach mal herauszufinden.

Aber es ist nicht so, dass ich passé für jeden Nischenshop eine eigene Gewerbeanmeldung brauche. Aber es ist auch nicht meines Erachtens empfehlenswert – ja und schon gar nicht im juristischen Sinne wahrscheinlich korrekt. Aber da besser mal anfragen beim Anwalt. Dass man erstmal auf weiter Flur unterwegs ist und wenn ich dann lese, dass Gewerbe anmelden ab dem ersten Verkauf. Das ist so eine Sache, die man nicht ganz so unbeantwortet im Raum stehen lassen darf. Juristisch brauche ich eine Gewerbeanmeldung, um überhaupt eine Preisliste zu bekommen. Das haben wir gerade geklärt. Es ist aus dem ganzen Ebay-Privatverkäufer-Gedanken – der mal vor Jahren entstanden ist – nicht so falsch was da kursiert. Eben das man nach den ersten Verkäufen ein Gewerbe anmeldet. Wenn du jetzt zum Flohmarkt gehst morgen und ein paar Regenschirme verkaufst, ein paar alte Trainingshosen, dann bist du noch lange keine Gewerbetreibender. Insofern ist es mit dem ersten Verkauf vielleicht auch eine etwas falsche Aussage. Ich glaube nur grundsätzlich, wenn ich ein Unternehmen gründen will, wenn ich selbst und ständig damit mein Geld verdienen möchte – gern als Dropshipper, dann gründe ich eben nicht nur ein Unternehmen von Anfang an. Nein, ich melde ebene auch mein Gewerbe an. Und ich stelle mir nicht die Frage, ob ich das ab dem fünften Verkauf oder ab dem zehnten Verkauf mache. Aber natürlich, in dem Moment wo wir über eine Kleinunternehmerregelung drüber reden wo wir regelmäßig Gewinne erzielen, dann haben wir natürlich eine professionelle Grundlage und wir müssen ein Gewerbe anmelden. Wir müssen. Nicht, wir können, wir müssen.

Und da geht sogar normalerweise – ich habe da mal drüber berichtet aus dem Thema: Was passiert, wenn ich als Jungunternehmer. Eine Definition unter 18 Jahren, also mit 16 sagen wir mal als Beispiel – ein Unternehmen gründen möchte. Da habe ich ja schonmal gesagt, naja es geht teilweise auch um die Absicht. Also habe ich vor, einen Gewinn zu erzielen. Und wenn ihr jetzt zum Beispiel Facebook-Werbung macht, dann habt ihr da ganz klare Gewinnabsichten, sonst würdet ihr keine Werbung schalten. Jetzt mal Facebook als Stellvertreter, weil das immer so gemacht wird. Oder du besorgst dir einen Ebay-Shop, einen Amazon-Shop oder meinetwegen auch eine Shopify-Shop. Dann ist es so, dass ich eine Gewinnabsicht habe. Denn erkläre mal dem Finanzamt, warum du einen Shop in der Definition einen Shop, einen Online-Shop eröffnest, wenn du keinen Gewinn erzielen willst. Wenn du wie gesagt dich eben mal auf den Flohmarkt stellst, da kannst du sagen, naja ich habe mein Haus ausgemistet. Das kriegen wir mit einem professionellen Verkäuferkonto, mit einem richtigen Shop, mit Impressum und bummsel, bammsel gar nicht hin einem zu erklären, dass das nur mal pro forma ist und dass wir Werbung einfach nur zum Spaß machen. Das bedeutet, nehmen wir mit, wir können mehrere Nischenshops aufbauen. Grundsätzlich genügt eine einzige Anmeldung. Und ja, ich würde es nicht tun, weil es dann eben nach einem Bauchladen aussieht. Und das ist die Gefahr, dass dich der richtig gute Lieferant vielleicht deswegen gar nicht beliefert. Wäre es denn nicht geil, wenn wir unser Image insofern mal von diesem Coachverkäufer und von diesem Bauchladenhändler hier einfach mal ein bisschen in ein richtig schönes Image packen. Kommentiert mir gern diesen Beitrag mit euren Erfahrungen und euren Fragen. Dann gehen wir darauf auch wieder sehr gerne ein.

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