Wir hatten bereits über Fake-Bewertungen gesprochen, hierzu haben wir Dir ein kostenfreies Tool vorgestellt, mit dem du jederzeit etwas mehr Objektivität in deine Käufe bei Amazon bringen kannst.

Heute geht es aber um die Produkttester welche vorsätzlich falsche Bewertungen abgeben. Natürlich ist es ein Unterschied ob man als Endkunde getäuscht wird oder ob man es aus Händlersicht tut? Aber ist es das wirklich? Betrug und Irreführung ist es in jedem Falle. Als Endkunde vertraue ich jedenfalls auf die Kundenfeedbacks und es ist traurig, dass man Tools wie das vorgestellte nutzen muss, um mehr Neutralität zu bekommen. Laut T3N sind ca. 20% alle Bewertungen auf Amazon ein Fake, mehr dazu in meinem Video (siehe oben).

Alles schön und gut kann man sagen, aber was hat das nun mit Produkttester auf sich und was genau ist daran nun gefährlich? Zunächst muss man wissen, dass Amazon früher einen eigenen Produkttester-Club hatte, diesen gibt es jedoch nicht mehr. Grundsätzlich ist es nicht im Sinne von Amazon wenn Artikel verschenkt werden um im Anschluss ein möglichst positives Review zu erhalten. Denn das Problem in der Praxis ist genau dies, es ist unmöglich Objektiv zu bleiben, möchte man als „Tester“ sein Geld zurück erhalten.

Fast immer, werden die Gelder über PayPal erstattet. Man umgeht so, dass Amazon die Retourenqouten hochschraubt – man möchte ja unter dem Radar bleiben. Die Verkaufsprovision ist also der Preis denn man dann zahlt. Denn aufgrund der Erstattung via PayPal ist eine Erstattung der Gebühren, im Vergleich zu einem Widerruf etwa, nicht möglich. Doch auch dies ist für sich genommen schon ein Verstoß gegen die Richtlinien gegen Amazon. Denn dort wird vereinbart, dass man sämtliche Geldbewegungen ausschließlich über Amazon abwickeln muss. Es ist demnach ebenso Untersagt dem Kunden Gelder auf ein Bankkonto manuell zu überweisen, einfach darum, weil der Kunde mittels A-Z Garantie bei Amazon Payments abgesichert ist. Das Fragen nach Bankdaten kann zur Suspendierung führen.

Aber auch wenn man dies alles außen vor lässt. Offenbar sind die Mehrheit der jenigen welche solche Produkttester öffentlich, etwa bei Facebook, suchen sehr naiv oder gutgläubig!? Glaubt man dort wirklich, dass es klug ist mit dem echten Facebook-Profil, Stichwort Name und geg. weiteren Angaben zur Firma etc. öffentlich zu hantieren? Das Ding ist doch, dass man noch seinen Link zu Amazon unter die Ausschreibung packt, damit der „Tester“ auch das richtige Produkt kauft – ähm testet. Aber man spielt damit Amazon absolut in die Hände. Nicht nur das durch den Link die Angebote bei Amazon bekannt sind, auch dank Händler-Impressum und Ausschreiber – eben via Facebook – ist nicht selten 1:1 die gleiche Person erkennbar. Wenn dem also so offensichtlich ist, warum denkt man dann, dass Amazon dies nicht bemerken würde?

Oder anderst, glaubt man als Händler und Ausschreiber in Person, dass Amazon nur die Feedbacks – bei Bekanntwerden – löscht? Natürlich nicht, der Account wird suspendiert. Wir freuen uns dann über eine neue Anfrage, aber es ist schlicht dumm, naiv und Existenzgefährdend!

Bei Amazon gesperrt oder suspendiert? Hier findest Du Hilfe bei Deinen Dropshipping Experten!

Und ja, wenn du auf die Idee kommen solltest einen Zettel mit der Bitte um positive Bewertungen in ein Paket zu legen, dann ist auch dies womöglich ein Mittel der Beeinflussung? Aber was soll er bewirken? Die Menschen welche nicht Bewerten, erreicht man auch mit einer höflichen Bitte wohl kaum. Nörgler aus Gewohnheit, kann man damit wohl ebenso wenig umstimmen und einen finanziellen Anreiz zu bieten wäre klar Verboten. Was bleibt ist viel Wirbel um Nichts. Denn mache ich als Verkäufer einen guten und soliden Job, dann habe ich keine Angst das mich Kunden negativ Bewerten könnten.

Und ja, gerade als Dropshipping Experte sollte man die Käufer sensibilisieren, dass ein neutrales Feedback intern als negativ angesehen werden kann. Aber dies kann man dann in genau diesem Einzelfall tun, man greift dann zum Hörer und sucht den Dialog. Wie dies aber am besten funktioniert, wie man die Kontaktdaten bekommt und wie man sich gegen unfaire Bewertungen wehren kann, dazu kommende Woche mehr. Aber man sollte nicht mit Steifen werfen wenn man selbst im Glashaus sitzt, denn keiner will Benachteiligt werden, oder?