Hier ist Fabian, euer Dropshipping Experte und es geht um das Thema rechtliche Besonderheiten beim Dropshipping. Wir haben bereits im Januar das Thema aufgegriffen. Damals in Zusammenarbeit mit dem Händlerbund. Heute möchte ich das Ganze mal aus Sicht einer Versicherung euch mitteilen in Hinblick auf die ganzen Haftungsobliegenheiten der Produkthaftung. Und einen kleinen Blick wagen zu dem Thema Datenschutzgrundverordnung, die uns jetzt bald erwartet. Denn egal ob Dropshipping Experte oder Anfänger – dieses Thema ist für uns alle extrem wichtig.

Ja, rechtliche Aussagen zu treffen als Nichtjurist, das ist immer eine etwas blöde Situation, aber man gibt sein Bestes. Deswegen ist das nach wie vor als Erfahrungswert oder eigene Meinung widerzuspiegeln, wie wir erklärt haben. Wir haben jetzt einen Blogbeitrag. Der ist Stand heute immer noch aktuell. Und der wurde in Zusammenarbeit mit dem Händlerbund eben gemacht. Da ging es darum, was es für Besonderheiten gibt, wenn man Dropshipping machen möchte und was Dropshipping eigentlich für Besonderheiten gibt. Auch zum Beispiel beim Thema Retouren. Gerade gestern wurde ich wieder gefragt, kann man denn nicht die ganzen Retouren einfach dem Hersteller aufbügeln. Naja, hier muss man sagen, wenn der Hersteller irgend so etwas macht, dann ist das reine Kulanz. Das ist auch ganz nett. Aber man ist nun mal im E-Commerce tätig, man ist selbst und man ist ständig. Und man muss sich selber ein Stückweit eingestehen, dass wenn ich etwas verkaufe im Prinzip die Retoure selbst organisieren und in aller Regel als Verkäufer auch selber bezahlen muss. Es mag Ausnahmen geben – wie gesagt – wo der Hersteller das Ganze übernimmt in aller Regel, wenn es Defekte gibt. Aber man ist nun mal Vertragspartner gegenüber seinem Kunden und deswegen ist es natürlich auch eine sehr schwierige Situation. Denn letztendlich ist es ein bisschen leicht gemacht da alles abbügeln zu wollen.

Man sollte sich deswegen nicht – ich habe das schonmal gesagt – eine kostenlose Testphase von 14 Tagen oder irgendeinem Shopsystem verleiten lassen. Und damit sagen, ja, los geht’s. Das ist natürlich ein Grundthema. Was oft zum Thema Haftung kommt, was hier oft war, ist natürlich diese Grundsatzentscheidung, ob ich denn jetzt innerhalb der EU verkaufe oder eben nicht. Und da muss man wissen, dass nicht standardmäßig dieses Widerrufsrecht für Verbraucher grundsätzlich auf dem gesamten Planeten gilt. Das ist hier in der europäischen Gemeinschaft der Fall, sicherlich. Aber wenn wir zum Beispiel nach China schauen, wo sehr gerne diese AliExpress-Ware hier rüber gebracht wird. Da gibt es dieses Widerrufsrecht nicht. Viele Verkäufer haben da auch selber gar nicht auf dem Schirm, dass es äußerst schwierig wird, dort seine eigenen Sachen zu reklamieren, wenn der Kunde reklamiert. Und deswegen wird dann immer ganz profan abgetan und gesagt, Mensch wir vernichten die Ware. Das kannst du machen, wenn du sehr preiswerte Ware verkaufst, aber auch da macht natürlich meiner Meinung nach Kleinvieh Mist. Aber ich verstehe den Gedanken diese Abschreibungen. Aber gerade, wenn man höherpreisige Ware verkaufen würde, dann macht das keinen Sinn und das scheidet dann auch wieder aus. Und deswegen ist es natürlich schonmal dieses Grundsatzrisiko, dass man eigentlich einen gewissen Prozentsatz von nichtankommender Ware, denn das ist auch ein Problem – aus einem nichteuropäischen Land habe ich sehr lange Versandlaufzeiten in aller Regel. Ich habe darüber hinaus natürlich die Einfuhrzölle und die Verzollung als solches, wo auch manchmal Pakete gecasht werden. Das heißt, das sind schon mal alles Probleme, die der Kunde indirekt mitträgt. Auch muss man natürlich einfach sagen, die Kunden sind in der heutigen Situation nicht mehr ganz auf den Kopf gefallen. Die lassen sich nicht unbedingt die Paar Schuhe, die 2 Euro bei Ali kosten für 300 Euro verkaufen als Echtleder, handgeschürfte Schnürsenkel. Also das macht keinen Sinn.

Aber es gibt eben gewisse Verpflichtungen. Ich möchte gar nicht mal auf diese ganzen Sachen darauf eingehen, die wir damals schon in diesem Bericht hatten. Vielmehr möchte ich euch eine Empfehlung der Firma Exali – eine Versicherung – aussprechen. Denn ich wurde explizit gefragt, Mensch Fabian, du als Dropshipping Experte, sag uns doch mal, wie können wir denn das Thema Haftung hier beschränken. Und seinerzeit war ich auch Exali-Partner. Deswegen habe ich wieder Kontakt hin aufgenommen. Und schonmal grundsätzlich schön ist, wir haben immer das Thema Vertrauen und Gütesiegel – sei es das Trusted-Shops-Gütesiegel oder generell eben SSL-Zertifikate, die sind natürlich immer sehr beliebt bei Endkunden. Und ihr seht schon es gibt dieses Exali-Haftpflichtsiegel. Das heißt, das signalisiert auf den ersten Blick, dass man hier professionell aufgestellt ist. Das ist eine sehr wichtige Geschichte. Und es gibt hier die spezielle E-Commerce-Versicherung. Die kann ich euch empfehlen. Es gibt eine Webshop- und eine Portal-Versicherung. Der Unterschied ist im Angebotsumfang. Der klassische Dropshipper wird sich wiederfinden bei dem Bereich Bekleidung, Sportartikel. Also hier bei den ganz normalen physischen Artikeln. Wir haben natürlich auch so etwas wie irgendwelche Fachportale, Chatsites, Affiliate-Portale. Also die würden sich eher auf dieser Situation wiederfinden. Im Einzelfall müsste man vielleicht klären, wie es sich verhält, wenn man so einen Mix aus beiden hat. Thema Foren und Blogs. Da ist natürlich manchmal so eine Überschneidung. Aber ich glaube rein auf den Dropshipper – und den beleuchten wir hier in dieser Videoserie – ist natürlich das Thema Webshop-Versicherung erstmal richtig. Und jetzt gehen wir nochmal ganz kurz drüber, dass man nochmal versteht, was man für einen Vorteil hat.

Ich bin kein Versicherungsberater. Man muss wirklich sagen, ich wurde darauf gefragt, denn euch ging es um das Thema Haftung. Und gerade in dem Thema Haftung, wenn man die Produkte eben aus einem nicht EU-Land einführt, wird man als Hersteller gesehen. Diese Herstellerhaftung, diese Quasiherstellerschaft, die man aufgrund des in Verkehrbringens, in der EU ist man sprichwörtlich Quasihersteller. Und man ist es natürlich in der Praxis nicht, aber wird juristisch so genommen. Und da gibt es in dieser Webshop-Versicherung die Möglichkeit, sich dagegen abzusichern. Wobei ich trotzdem sage, es ist nicht so, dass das ein reines Dropshipping-Ding ist. Man muss einfach sagen, man ist Unternehmer, man ist im E-Commerce. Und natürlich habe ich als Unternehmer auch eine gewisse Verpflichtung und diese Ernsthaftigkeitspflicht. Nur ist das kein spezielles Ding. Es wird in manchen Videos, in manchen Videos und Session und auch Büchern, die ich so kenne, darauf hingewiesen. Wenn das so eine mega Einstellungshürde würde, wenn man beginnen will mit Dropshipping – das ist natürlich Humbug. Wir haben gesetzliche Rahmenbedingungen und die gelten für alle. Und je nach dem wo man auf diesem Planten ansässig ist gelten die für jeden ein bisschen anders. Grundsätzlich macht es deswegen vielleicht auch Sinn über die Rechtsform nachzudenken, dass man auch da die Haftung noch ein Stückchen rausnimmt.

Also diese Versicherungsmöglichkeit habt ihr für Deutschland und für Österreich. Ich habe schon mit Schweizer Kunden gesprochen. Auch hier arbeite ich jetzt weiter an einer weiteren Lösung. Aber gut Ding will Weile haben. Die meisten, die diesen Beitrag lesen oder unseren YouTube Channel schauen werden jetzt gerade mit Dropshipping – also mit E-Commerce, es ist ja nichts anderes um das nochmal ganz klar zu sagen – starten. Deswegen lohnt es sich diesen Existenzgründerhaken zu aktivieren. Denn der besagt, dass man 15 Prozent Nachlass bekommt. Das ist natürlich eine gute Sache. Das setzt natürlich voraus, dass ihr nicht gerade versichert wart jüngst. Aber im Prinzip eine gute Sache. Es gibt ein paar Sachen, die man nicht verkaufen sollte. Dazu zählen Pelze, Feuerwerkskörper, genetisch veränderte Produkte usw. Aber die ganz normalen Geschichten, die sind hier erstmal kein Problem. Und im Prinzip, wenn man sich da durch geklickert hat, dann entscheiden drei Tarife, wo man sagen kann. Und wichtig ist natürlich, dass man sich seinen Beitrag auswählt. Und als Startup könnte man sich durchaus in der ersten Range sehen. Da wird dann ein Häkchen aktiviert. Und dann gibt es 3 Tarife. Dort muss jeder selber schauen, wo er sich selbst sieht. Bei dem Tarif 3 kann man das Ganze auch nochmal runterstellen. Und dann sieht man das Ganze – diese Produkthaftpflicht. Und hier möchte ich das nochmal erwähnen. Es ist zur Absicherung von Personen- und Sachschäden sowie daraus resultierende Folgeschäden aus dem Handels- und Dienstleistungsrisiko. Es empfiehlt sich die Erweiterung der Büro- und Betriebshaftpflicht um diese Produkthaftpflicht-Versicherung zu nutzen. Und jetzt steht da auch, wenngleich Sie keine Waren selbst herstellen – da hast du genau diese Quasiherstellerschaft – können Sie u.U. als Quasihersteller – hier steht es schwarz auf weiß – respektive Importeuer oder Händler in die Produkthaftung genommen werden. Deswegen besteht dieser Versicherungsschutz bei der Herstellung – also, wenn du es auch wirklich bist – wenn du es nicht bist – also, wenn du nur mit den Waren handelst – oder wenn du eben Beratung und Wartung erbringst. Da kann man diese Tarife kombinieren. Die kann man zum Beispiel abwählen. Standardmäßig bis 2 Millionen und dann passt sich das vertraglich an. Wenn man mal diese Tarife wo es nicht gewählt ist und gewählt ist, also so viel macht diese Sache nicht ganz so fett. Ja, das sind ein paar Euro. Ich will gar nicht die genaue Summe nehmen, denn das liegt wirklich daran, was ihr da auswählt, was ihr noch braucht oder nicht braucht. Gerade diese ganzen Datenschutzthemen, die sind auch ganz spannend, dass man das eine oder andere mitversichert. Gerade in Hinblick auf die Datenschutzgrundverordnung, die immer strenger wird. Und ich möchte euch nur sagen, ihr habt viele Möglichkeiten. Und wenn ihr diesem Link von mir folgt, dann habt ihr auch die direkte Bestellmöglichkeit auf der Website von Exali. Das heißt, ihr habt auch diesen Online-Rabatt, den es an der Stelle jetzt gibt. Also wägt einfach ab, ob es euch das Ganze wert ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Laufzeiten. Aber einfach mal diese Lösung, die ich euch empfehle.

Denn ich war selbst dort Kunde und es hat mir stets eine Beruhigung gegeben, dass man da sich rückversichert und weiß, ich werde nicht in diese Haftung genommen. Und wenn man jetzt das Unternehmen gründet und sagt 600 oder 700 oder welche Summe auch immer – die Euros habe ich gar nicht – dann sollte man vielleicht das erkennen. Und das ist gar nicht böse und gar nicht schlimm. Einfach sagen, momentan ist mir das Ganze einfach zu big. Man sollte dann aber vielleicht nicht anfangen mit 5 Euro Werbung bei AdWords zu machen oder bei irgendwelchen Facebook Ads, wenn man sich auf das Status quo gar nicht einigen kann. Und das ist auch eine wichtige Erkenntnis, die bei der Datenschutzgrundverordnung gilt. Ich zeige euch noch eine Webseite wo ich relativ oft und gerne bin. Die datenschutzbeauftragte.info – auch hier habt ihr den Link in diesem Beitrag. Und da geht es eben darum, dass sich gesetzlich jetzt einiges ändert. Und ich möchte euch das gar nicht im Detail alles durcharbeiten, denn das ist da einfach schön aufgeschrieben. Und das wird auch das Thema Dropshipping ein Stückweit an der Stelle heute sprengen.

Seid versichert, ich habe etwas vorbereitet und wir werden die nächsten Tage draufgehen. Warum ich das sage, ist, je nachdem wenn man bedenkt, was hier auf einen zukommt kann es – um jetzt wieder den Kreis zu schließen – sinnvoll sein die eine oder andere Geschichte mit zu versichern. Sich die eine oder andere Sache hier mit anzugucken. Und gerade, wenn man so hört, man braucht jetzt zukünftig einen Datenschutzbeauftragten – das habe ich im Prinzip schon immer. Das ist, wenn man sich über die ganze Sache juristisch berät nichts Neues. Also kein neues wiederkehrendes Phänomen. Und genauso gibt es viele Sachen, die man im Prinzip wiederkehrend hat. Genauso brauche ich eine sogenannte Auftragsdatenverarbeitung mit allen meinen Partnern. Das heißt, ich habe eine solche – beispielsweise mit Klick-Tipp und viele von euch nutzen vielleicht Klick-Tipp – ich kann euch das auch nochmal auf unserer Webseite zeigen, da ist das genauso. Wir haben auch das Siegel von Klick-Tipp aufgebaut. Wir haben die Auftragsdatenvereinbarung. Die haben wir natürlich auch mit Google Analytics und die sollte man auch mit Dropbox oder einem anderen Cloud-Dienst abschließen. Denn überall wo ihr Daten hingebt, auch euer Lieferant. Und deswegen ist es ganz wichtig nochmal diese Lieferantenverträge, wo ich immer sage vereinbart mit dem Lieferanten etwas. Ihr gebt ja Konsumentendaten, Lieferadressen weiter und deswegen braucht ihr eine sogenannte Auftragsdatenverarbeitung im Prinzip mit all euren Partner. Und deswegen ist das auch nichts, was wirklich neu ist. Es setzt einfach ein bisschen mehr Professionalität, ein bisschen mehr damit Auseinandersetzen voraus. Und es nimmt vielleicht diese Unbeschwertheit auf den ersten Blick. Aber es setzt Professionalität voraus. Weshalb ich diese Entwicklung, wo wir uns hier mit diesen ganzen Regularien entwickeln, sämtliche Bürokratie sei dahingestellt, grundsätzlich positiv finde.

Grundsätzlich wie gesagt die einen oder anderen Sachen grauen mir auch aus technischem Aufwand ist es vermeintlich unnötig und für manche sicherlich überspitzt. Aber der Grundgedanke, dass man sich etwas mehr und ernsthaft mit dieser Materie auseinandersetzen sollte, der Grundgedanke, dass man sich über Versicherungen und über Produkt-Haftungen und eben über die rechtlichen Besonderheiten im Allgemeinen Gedanken macht, das ist ein Bewusstsein was man schärfen sollte. Genauso wie wir auch immer sagen, nehmen wir den Händlerbund oder nehmen wir die IT-Rechtskanzlei für abmahnsichere Rechtstexte. Auch daran wird sich in Zukunft nichts ändern. Man sollte sie einfach nicht irgendwoher kopieren. Und in dem Sinne wünsche ich euch jetzt viel Spaß dabei, eurer Business zu professionalisieren. Und wie gesagt, ich würde mich freuen, wenn ihr das eine oder andere hier nochmal nachrecherchiert. Das eine oder andere in Anspruch nehmen könnt, wenn es euch weiterhilft. Denn es ist einfach diese Unbeschwertheit, die man da haben kann, mit der man hier oft so umworben wird extremst fahrlässig. Und spätestens, wenn die ersten teuren Abmahnungen im Hause sind, dann wird das jedem bewusst. Und dieses Lehrgeld gilt es zu sparen.

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