Hi, hier ist Fabian, euer Dropshipping Experte und heute geht es um euren Shop. Es geht um das Format Tu‘s nicht. Und es haben sich viele, viele Shopbetreiber bei uns gemeldet, die tatsächlich Infos brauchen zu den Kampagnen, die sie gefahren haben. Oder vielleicht auch konkret zu dem Shop und ein paar Ideen.

Einer davon ist der CTT-Shop. Wir haben uns den mal angeschaut und gesagt ok, was könnten wir hier verbessern bzw. woran könnte es vielleicht noch einen Impuls geben. Was schonmal auffällt, meiner Meinung nach, der Shop besticht durch Schlichtheit. Das Mindeste, was man dem Shop verpassen sollte ist das Logo. Das ist momentan nur ein Buchstabengeflecht und man weiß momentan vielleicht noch gar nicht, wofür die Abkürzung steht. So ein Claim da drunter oder zumindest ein generischer Shopname als solches, das wäre schonmal der erste Schritt, damit man überhaupt jetzt und hier auf den allerersten Blick weiß was man verkauft. Denn die Bildwelten an sich lassen noch nicht ganz schließen, ob ich Hosen oder Smartphones kaufen kann oder Uhren kaufen kann oder Schuhe. Also die Bildwelt hier lässt noch nicht ganz auf irgendetwas schließen. Es ist von der Bildwelt noch nicht stimmig und auf den allerersten Blick about before – also überhaupt bevor ich anfange zu scrollen noch nicht klar ersichtlich, was es denn hier alles Tolles gibt. Auch das Menü ist noch nicht wirklich aussagekräftig. Man könnte hier durchaus ein paar Punkte machen, indem man schreibt, es gibt hier diese und diese Sortimente und was das sein könnte, das erfährt man wenn man runter scrollt. Es gibt hier wenig geistreiche Titel um das vorsichtig zu formulieren. Es ist „Shop For“. Da könnte man auch sagen, es sind ausgewählte Neuheiten oder irgendwelche Empfehlungen. Im Prinzip haben wir ein paar Armbänder bzw. wir haben Uhren. Und dann gibt es da drunter nochmal eine Kategorie nur Uhren. Das ist natürlich auch, einmal habe ich Uhren und dann habe ich wieder Uhren. Und da habe ich die gleiche, die ich schonmal habe. Es ist alles ein bisschen in sich nicht wirklich stimmig. Und dann habe ich weiter unten nochmal die Halsbänder. Jetzt könnte man sagen, ok dieser Shop steht für Uhren und Halsbänder und da drunter habe ich einfach ein paar Artikel. Wenn dem so ist, dann stellt sich die Frage, warum habe ich dieses Blumenladenflair zwischendurch.

Das ist eine Grundfrage, das heißt, die Bildwelten stimmen meiner Meinung nach nicht. Da muss ich direkt sehen, um was es geht. Und an der einen Stelle, da habe ich weder eine Uhr, noch ein Armband, das Bild geht komplett am Thema vorbei. Jetzt ist es natürlich so, jetzt weiß ich ok, es gibt diese Uhren und Armbänder. Das heißt, wir könnten in der Kategorie das so benennen, da würde ich auf den ersten Blick ein Gespür für das Ganze kriegen. Wenn ich jetzt auf diese Kategorien drücke, dann erscheint das da. Das heißt, es gibt keine Unterkategorie als solche. Es gibt nur den gesamten Produktkatalog. Und das ist auch ein bisschen benutzertechnisch schwierig, zumal wenn das das Gesamtsortiment ist, was man da sieht, dann fällt auf, wenn das so bleiben würde – der Shop ist sicherlich noch im Aufbau – aber wir gehen mal davon aus es wäre der Status quo – dann wären das verdammt wenig Produkte. Das heißt, ich habe hier beim 2 Minuten Durchscrollen gesehen ich brauche nichts, dann bin ich wieder weg. Ich werde aber auch nicht wirklich animiert, zum Beispiel hier in den Newsletter mich einzutragen. Hier will ich auch nicht den Fehler machen ist hier auch nicht konkret aber generell, dass ich sage, ihr kriegt 5 oder 10 Euro oder X Prozent bei einem Newslettereintrag.

Wir selber und auch andere Dropshipping Experten arbeiten wie ihr vielleicht wisst mit Klick-Tipp, da könnte man über einen intelligenteren Button sagen, wir informieren dich vielleicht zu tollen Geschenkideen. Was mir auch noch nicht ganz schlüssig war, ob das von der Zielgruppe her für Frauen oder Männer ist. Das macht auf mich eher einen maskulinen Eindruck, also eher ein Männershop. Auch das wäre etwas, was man im Logo oder im Ganzen kommunizieren sollte, dass ich weiß, wer denn die Zielgruppe ist. Der Gesamtshop ist sehr überschaubar vom Sortiment, das muss kein Problem sein. Aber wie gesagt, es ist eine Sache wo ich in 2 Minuten weiß, ob ich die will oder nicht will. Für mich ist das das beste Beispiel für einen Shop, der hat bestimmt Potenzial. Aber es sieht Stand hier und jetzt nach einem 14-Tage-wir-testen-das-mal-aus, genauso sieht es aus. Und da werde ich auch nächste Woche generell zu dem Thema, wenn ihr irgendwas testen könnt, zum Beispiel Shopsoftware oder irgendwas, warum ich euch davon generell erstmal mit Vorsicht abrate. Aber losgelöst davon zu Tu‘s nicht.

Also ich bin der Meinung so ein Shop braucht mehr Inhalt, mehr Struktur und vor allen Dingen ist es so, man müsste vielleicht auch mal ganz kurz erklären, was wir hier tolles haben. Das Problem ist, die Marken sagen keinem irgendetwas. Jetzt haben wir hier eine amerikanische Zielgruppe ok, das ist in Ordnung. Die Frage ist auch hier, das wird sehr emotionslos verkauft, ist eigentlich ein absolutes No-Go. Das ist nicht nur automatisiert, das wirkt nicht nur so sondern ist auch so. Lustigerweise heißt auch die Uhr Automatic. Also da ist alles automatisch erstellt, so wirkt es auf mich. Wir verkaufen hier nicht mit Emotionen, wird auch kein Text geschrieben. Das ist einfach nur eine Reihe. Wenn wir jetzt diese Reihe nehmen und bei Google hardcoremäßig kopieren, dann finden wir plötzlich jeden, der hier die gleichen verkauft. Und wir sehen ganz oben, Mensch das ist AliExpress. Und schon weiß ich wo das Ding herkommt. Das bedeutet, es ist sowas von nicht nur urheberrechtlich bedenklich, sondern es ist sowas von lieblos gemacht und aus Google-Sicht sowas von Duplicate-Content – ihr habt es gerade selbst gesehen, da brauche ich gar nicht die Tools, die wir hätten um Plagiate zu erkennen. Wir haben solche, die stelle ich euch sicherlich in einem neuen Tu‘s-nicht-Fall vor. An der Stelle brauchen wir die aber gar nicht, denn es war offensichtlich direkt der erste Treffer AliExpress. Ich weiß, wo es recherchieren, was vermeintlich der Einkaufspreis ist, darum soll es hier heute gar nicht gehen. Es geht um den Shop. Aber ihr seht, was ich meine. Wir haben hier wenig Liebe zum Detail. Es gibt hier keine Über-uns-Seite. Wir haben eine Legal Notice. Das heißt, wir haben die Geschäftsbedingung. Das ist insofern auch ein bisschen süß, wir haben amerikanische Zielgruppe, wir haben amerikanische Texte und deutscher Text im Impressum. Das funktioniert natürlich auch nicht. Ich bin kein Jurist an der Stelle, möchte aber nochmal darauf hinweisen, das ist eigentlich ein No-Go an der Stelle. Denn du kannst nicht irgendwelchen europäischen Kommissionen angehören, wenn du in Amerika verkaufst. Denn Amerika ist keine EU. Das ist schonmal Blödsinn, geht an der ganzen Geschichte vorbei. Dann geht man auf dieses GTC, da muss man wahrscheinlich erstmal googeln, was das hier ist. Stellen die Geschäftsbedingungen dar, Disclaimer. Auch hier lustige Geschichte, ihr habt es oben in Englisch und unten geht es in Deutsch weiter. Das könnt ihr echt nicht bringen. Nicht wenn die Zielgruppe doch für Amis ist. Und ihr seht das jetzt hier nicht und das tut auch nichts zur Sache, aber wenn ihr auf dieser Page seid, heißt es tatsächlich Allgemeine Geschäftsbedingungen. Das ist natürlich insofern eigentlich Blödsinn, denn die kann es gar nicht geben in der deutschen Version. Dann ist da noch der Hinweis, dass das Ganze hier mit Trusted Shops und Wilde Beuger und Solmecke und hin und her. Und da müsste man sich mal die Frage stellen, ist das denn so und wenn das so ist, ist denn bei dem Konfigurator das wirklich so alles geklickt worden mit der Zielgruppe. Also deutscher Text, amerikanische Geschichten, das macht keinen Sinn. Auch wenn man sich das ganze mal in der Grundsache durchliest muss man erstmal fragen, ob das stimmt oder nicht. Ich bin kein Jurist, aber das ist für mich als Dropshipping Experte alles ein bisschen schwierig. Auch sollte man Sachen, die man nicht anbietet, nicht in die Geschäftsbedingungen schreiben. Wie gesagt, immer eure europäische Kommission und deutsche Texte an sich – das ist an der Stelle schonmal schwierig. Daraufhin bitte mal den eigenen Shop prüfen.

Wir sind hier in dem Bereich Datenschutz. Tatsächlich die URL heißt Datenschutz. Data Protection ist dann die englische Version davon, das ist schonmal in Ordnung. Auch da natürlich die ganze Geschichte, es fällt mir direkt etwas auf – ich bin kein Jurist, es fällt einfach auf – wir schreiben von Facebook und schreiben von Twitter. Ich habe vorhin beim Vorbeiscrollen auf der Produktseite noch ein drittes Social gesehen, ich schaue mal, ob meine Erinnerung mich trügt. Da ist es schon. Wir haben noch Pinterest. Das heißt wir haben in den Datenschutzbestimmungen auf zwei von dreien hingewiesen, auf das dritte nicht. Das ist das nächste Problem. Es ist alles ein Tick – wie nennt man das jetzt – automatisch, lieblos, naja ich sage mal vorsichtig noch nicht fertig. Deswegen hat man sich an uns gewendet und gesagt, komm, gebt mal eine erste Einschätzung. Wir verbuchen es mal unter ist noch in Aufbau und die Datenschutzerklärung wird sicherlich noch ergänzt werden.

Aber nächstes Thema. Wir sind jetzt bei einem Lava Stone Bracelet. Das ist cool. 5 Euro finde ich super, free Shipping ist super. Da verdient man bestimmt viel. Jetzt ist natürlich die nächste Geschichte, wir haben da verschiedene Farben. Die Frage ist, ich kann die wählen über eine Nummerierung. Das ist vielleicht zugegeben nicht ganz so sexy. Für die Suchmaschine oder für den Kunden schon gar nicht. Denn wenn du sagst, ich hätte gerne die Farbnummer 8 – man könnte auch da schreiben, das ist grün. Das ist rot. Also würde man relativ schnell erkennen, was man will. Aber gut, das ist genau das Problem. Auch hier fällt auf, es gibt gar keine Beschreibung. Leute, niemand wird dieses Produkt kaufen. Es ist nicht mal die Armlänge – also hier gibt es keine Maßangaben. Da gibt es gar nichts. Wer zum Teufel kauft ein Armband, wenn er nicht weiß, ob er das vielleicht kürzen kann. Ich habe eher so Spaghetti-Hände – also bei mir baucht es immer eine Nummer kleiner. Oder ob das vielleicht irgendwie ein – ja keine Ahnung- Nummerngröße auch vielleicht gibt oder ob das eine Universalgröße ist. Ob das ein Stretchband ist. Also es geht da gar nichts daraus hervor. Und das ist genau das – hört auf, das ist lieblos insofern für den Kunden, er hat keinerlei Information. Da bringt es auch nichts, dass es nur 5 Dollar sind. Es ist einfach ein halbfertiger Shop. Und deswegen ist es so, wie schon auf den ersten Blick zu erkennen, hier wird nichts kommuniziert über das was wir hier machen wollen. Warum – das warum. Warum soll dieser Shop existieren? Warum sollte ich hier kaufen? Das ist für mich so ein typischer Shop: wir haben mal ein Produkt, am besten nehmen wir diese Unterseite, die wird dann als Landingpage betitelt – das unterstelle ich jetzt einfach mal. Und wir nehmen dann diese Unterseite und bewerben die bei Facebook. Genauso ist es das wie man das bei YouTube erklärt kriegt. Und dann heißt es, wir haben in einer Stunde einen Shop. Das schlimme ist, es stimmt, aber es hat bei weitem keinen Shop der wirklich funktioniert.

Ich kann euch sagen, selbst wenn wir Dropshipping Experten wirklich mit vielen Menschen und vielen Stunden – und viele Stunden bedeutet wirklich 10 bis 12 Stunden. Mit mehreren Menschen eine Woche sehr intensiv fokussiert arbeiten, dann haben wir einen funktionierenden Shop – mit verschiedenen Zahlungsanbietern, mit einem echten Trusted Shops-Gütesiegel. Aber das hier vermisst man. Man vermisst wie gesagt hier das Logo. Man vermisst die Vertrauenselemente generell – vielleicht tatsächlich irgendwelche Gütesiegel. Denn man sieht jetzt die Geschäftsbedingungen sind von Trusted Shops. Das heißt das Wort Trusted Shops ist einem bekannt, aber man kommt nicht auf die Idee, ein Gütesiegel zu machen. Vielleicht weil man sagt, naja der Shop macht gar nicht diesen Umsatz, deswegen ist mir diese Jahresmitgliedschaft, diese Monatsgebühr, viel zu teuer. Doch dann stellt sich die Frage, wenn dem so ist, warum betreibe ich dann überhaupt den Shop. Das heißt wenn ich nicht daran glaube, dass ich eine Monatsgebühr von zum Beispiel einem Gütesiegel refinanzieren kann, dann sollte ich das Ganze einfach direkt sein lassen. Das heißt, Idee ist gut. Shopify funktioniert. Oberlo oder ähnliches funktioniert auch. Das ist so die Erkenntnis. Aber es ist einfach kein Shop. Und ich glaube, es wird deswegen auch erstmal keiner wirklich bestellen. Man sieht es auch, Layout-technisch ist da alles ein bisschen wild reinkopiert. Auch, ob man das so juristisch gut findet – das sei mal dahingestellt.

Also es ist auf jeden Fall sehr verbesserungswürdig. Und wie gesagt, ich empfehle dringend auch zu kommunizieren wie man bezahlen kann. Ihr seht das unten rechts eben nur sehr klein mit diesem PayPal-Logo. Auch wie gesagt losgelöst die Bildwelten die wir hatten. Das ist nicht zum Anklicken. Das ist also ganz grausam was die Conversation-Rate betrifft. Man steht sich da ja faktisch selber im Weg. Und wie gesagt, da ich ja nicht mal weiß wie ist sie eigentlich kaufen kann, dann ist es so eine Sache. Und jetzt ist es natürlich so, gehe ich auf Free Shipping – jetzt könnte ich ja mal zum Spaß sowas kaufen. Denn wir wohnen hier ja auf einer Insel. Da macht es richtig Spaß. Es gibt bestimmt auch keine Inselzuschläge. Das heißt, das ist natürlich eine lustige Geschichte hier bei Free Shipping bei uns auf der Insel. Professionelle Shops sind schon ein bisschen benutzerfreundlicher. Das heißt man würde vielleicht fragen, ok möchtest du dich einloggen, möchtest du dich neu registrieren. Neu registrieren als Gast oder Nicht-Gast – das ist ja immer so eine Sache. Vielleicht auch in der heutigen Zeit mit einem Social Login. Das heißt auch da ist das Ganze erstmal nicht wirklich benutzerfreundlich. Und deswegen kann ich hier nur sagen, es gibt eine Menge zu tun.

Und ich hoffe, ihr habt so ein paar erste Inspirationen mitgenommen, was man vielleicht an der Stelle verbessern sollte, verbessern könnte. Und wie gesagt bei Tu`s nicht geht es nicht darum, irgendjemand ins Abseits zu stellen und zu sagen guck mal, das hat er bestimmt super gemacht oder schlecht gemacht. Es geht einfach nur mal darum, ganz objektiv zu sagen, was man der Meinung ist was man verbessern sollte, verbessern könnte, damit dann der Laden auch läuft. Das ist so ein bisschen wie Rach, der Restauranttester, wollte ich schon fast sagen. Also man geht da erstmal damit hin mit dem was man vorfindet. Und auch hier hat jeder die Möglichkeit, sich gerne bei mir zu melden. Füllt einfach das Formular im Video aus. Und dann macht ihr das genauso wie jeder Shopbetreiber und ihr meldet uns einfach mal wenn ihr Hilfe braucht. Wir schauen euch mit ein bisschen Glück euren Shop an. Und wir werden schon nächsten Sonntag wieder uns einen neuen Shop oder eine neue Kampagne hernehmen. Wir werden ganz kurz besprechen, was denn direkt so ins Auge sticht, was man denn vielleicht an der Stelle verbessern könnte, vielleicht verbessern sollte. Falls ihr noch andere Anregungen habt oder mir widersprechen wollt, schreibt das gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf einen regen Austausch. Und wie gesagt, ich danke schonmal hier für die ersten Einsendungen. Und tu´s so bitte nicht!

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