Die Ironie der Wissenschaft spendiert McDonald’s, Burger King und Co. unerwartet positive Nachrichten: Mit zumindest einem ihrer Verkaufstricks sind sie auf gutem Wege, dem Übergewicht bei Kindern entgegenzuwirken. Sicherlich war es nicht Teil des Konzernplans, aber der nette Nebeneffekt ist doch eine positive Sache. Fastfood-Ketten egal wie sie nun heißen möchten, haben ja ein Interesse daran, dass kräftig bei ihnen gespeist wird. Die Verführungskünste sind ja hinreichend jedem bekannt, wer konnte nicht schon widerstehen?! Wirft man ein Blick auf die Kindermenüs, ist ein Spielzeug gleich mit dabei. Es fungiert eigentlich als „Einstiegs-Burger“, quasi gereicht bereits den Kleinsten, um diese auf den Geschmack zu bringen. Doch die Neurowissenschaft weiß es besser: Wer zum Essen eine kleine Belohnung (und sei es nur ein Plastikspielzeug des nächsten TV Leinwandheld) bekommt, isst weniger und – ist dennoch genauso glücklich, wie wenn es eine große Portion gegebene hätte.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurde in einer Studie folgendes Szenario geprüft. Kinder wie Erwachsene wurden vor die Wahl gestellt, eine normale Portion Pommes oder Pizza zu essen oder nur die Hälfte, wenn Sie dafür aber ein kleines Spielzeug bzw. einen geringen Geldbetrag bekommen würden. Verblüffenderweise wählten mehr als zwei Drittel der Testpersonen das kleinere Menü – mit Zugabe. Und dies selbst dann wenn sie hungrig waren. Der gleichzeitig durchgeführte Hirnscan zeigte, dass so einiges los war in den Belohnungsregionen des Gehirn. Die Gehirnaktivitäten waren bei den kleineren Portionen mit Geschenk mindestens so aktiv wie bei den normalen.

Also nur halb so viel essen – plus kalorienfreie Belohnung und schon ist man fröhlicher drauf als nach einer Kalorienbombe!? Geht es wirklich immer so einfach? Und was wirklich klasse ist, egal ob man hungrig ist oder nicht, spielt keine Rolle, man greift trotzdem zur kleineren Portion und ist danach genauso satt. Zumindest holten die Teilnehmer ihren Kalorienrückstand nicht nach, indem sie nach dem Experiment in den nächsten Fastfood-Laden liefen. Vermutlich gilt dann auch: Die Schokolade von einem Überraschungsei macht genauso glücklich wie die von zwei Schoko-Eiern ohne Spielzeug? Naja, man könnte in Anbetracht der Faktenlage ja mal den Selbsttest wagen?!

Doch das ist noch nicht alles. Bei den Erwachsen spielt die Höhe der Belohnung überhaupt keine Rolle. Viel wichtiger ist die bl0ße Erwartung.  Jetzt bloß nicht auf die Idee kommen, dass Glücksspiel dünn machen würde, nur wegen der Erwartung… nein, das wurde bislang noch nicht untersucht. Vor diesem Hintergrund spart McDonald’s & Co. bares Geld, wenn es ein Kindermenü mit Spielzeug verkauft. Und wer immer dachte viel gutes Essen mache glücklich, weiß es nun besser. Die Hälfte reicht vollkommen aus – wenn man sich nebenbei noch eine Kleinigkeit spendiert.

Aus der „Erwartung auf Belohnung Erkenntnis“ lässt sich natürlich eine Menge ableiten, selbst dann, wenn man selbst kein Burgerladen betreibt. Denn aus wirtschaftlicher Unternehmersicht ist es auch für Dropshipping Experten preiswerter, einen Haufen preiswerter Spielwaren einzukaufen, die zumeist sowieso gesponsert werden, als das eigentliche Nahrungsmittel. Vor dem Gedanken der Gewinnmaximierung ist man also auch als Unternehmer gefragt, was könnte ich meinen Kunden den Gutes tun? Ihr habt Ideen, her damit – einfach einen Kommentar zum Artikel da lassen!

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