Detaillierte Kundendaten wohin man blickt. Fluggesellschaften kennen den Mietwagen-Anbieter und dein Hotel. BMW erkennt dein Bewegungsprofil dank Drive Now auf den Meter genau!

Echt jetzt? Ja, das Joint-Venture von BM und Sixt bestritt auf Anfrage von manager-magazin.de wohl, dass eine genaue Wegstrecke oder Geschwindigkeiten gespeichert werden.  Aber genau diese Daten wurden einem Gericht als Beweis vorgelegt. BMW vertritt die Auffassung, dass Lediglich Ort und Zeitpunkt des Mietbeginns bzw. -ende zwecks Rechnungsstellung erhoben wird. Ein Bewegungsprofil sei hieraus nicht ableitbar. Wie in vielen anderen Berichten gezeigt, ist es auch mit anonymisierten Handydaten möglich erkannt zu werden, darum ist auf dieses „unmöglich“ mit Bedacht zu reagieren.  Klar, als Unternehmen wie BMW möchte man sich aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht weiter zu Einzelfällen äußern. Aber dennoch lohnt sich ein Blick genauer. Festzuhalten ist, dass BMW offenbar trotz Verneinung Daten von Drive-Now-Kunden empfangen und speichern kann! Wohlgemerkt, welche eine Rekonstruktion des Bewegungsprofils ermöglichen. Das dies durchaus plausibel erscheint, zeigt die Tatsache das einem Gericht entsprechende Daten eines Unfallverursachers zugänglich gemacht wurden.

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Dem Kölner Landgericht wurden demnach Daten – die es eigentlich gar nicht geben sollte – eines Drive-Now-Kunden ausgehändigt! Die Daten ermöglichten ein Bewegungsprofil des Fahrers, der 33 Monate Haft erhielt, nachdem er mit einem Drive-Now-Fahrzeug einen Radfahrer überfahren hatte. Der Radfahrer starb. Dem Bericht des Manager Magazins zufolge konnte das Gericht mit den von BMW bereitgestellten Daten sowohl den Weg als auch die Geschwindigkeiten des Fahrzeugs rekonstruieren.

Nachdem BMW auf die erste Anfrage der Staatsanwaltschaft nicht reagiert habe, lieferte das Unternehmen die Daten acht Monate nach der Tat im Jahr 2015 aus. Die Informationen sollen nach Angaben des Gerichts aus dem Datenbestand von BMW stammen. Das Fahrzeug wurde nach dem Unfall von der Polizei sichergestellt.

Eine Wegprotokollierung wäre nach Angaben von Datenschützern ohne die Zustimmung des Kunden illegal. Aber offenbar wurde mehr gespeichert als offiziell bestätigt. Auch dieser Vorfall zeigt, dass erschreckend viel ohne unser Wissen gespeichert wird. Im Supermarkt von Real wurden unsere Gesichter analysiert – zwecks Marketing. Und beim Autofahren werden Beweise aus dem „offiziellen nichts“ als gerichtlich zulässig erklärt! Wer sich für Privatsphäre und Datenschutz interessiert, findet viele weitere Hintergrundinformationen und erschreckende Fakten in meinem Buch „Die Datenschutzlüge, alles was du siehst ist nichts“.

Wie immer an dieser Stelle, freuen wir uns über dein Feedback! Hast auch du einen Verdacht bei Drive Now oder mit anderen Unternehmen?

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