Heute geht es um die Frage: Wie kannst du einen Lieferanten finden und warum vermasseln eigentlich alle die erste Lieferantensuche? Euer Dropshipping Experte Fabian Siegler hat Antworten für euch!

Ja einen Lieferanten zu finden – ich habe schon Tipps darüber gegeben, aber offenbar ist das Naheliegendste noch nicht ganz angekommen. Deswegen ist es mir als Dropshipping Experten ein Anliegen, dass wir heute nochmal über Lieferanten sprechen. Und zwar ich habe immer wieder bemerkt, dass viele Leute die nach Lieferanten suchen – nach Dropshipping-Lieferanten- das ganz komisch anstellen. Und komisch im Sinne von einfach sehr kompliziert. Ich werde teilweise gefragt, Fabian, muss ich wirklich mit dem Lieferanten sprechen. Ja. Natürlich, was willst du sonst machen. Es ist nicht damit getan von Ali aus China irgendetwas zu kopieren. Das ist eine neumodische Scheißerscheinung – entschuldige, dass wir das so formulieren -aber ich habe von der Pike auf Einzelhandelskaufmann gelernt im Jahre 2006. Das heißt, für mich ist es selbstverständlich, nicht nur, weil ich nun Dropshipping Experte bin.

Ich habe mir noch nie diese Frage gestellt, wie ich an die Lieferanten rankomme. Ja natürlich indem ich mit ihm spreche, eine E-Mail schreibe, auf Messen gehe. Was auch immer. Also den Kontakt suche und dann sagen, hey ich mache das und das. Ich würde gerne mit dir zusammenarbeiten.  Für mich ist das schon immer selbstverständlich gewesen. Aber aufgrund der Fragen, die mich erreichen, ist es das entscheidende Jahr-Wort 2017. Durch dieses ganze Shoppen von Ali Express für solche Studenten nicht mehr der Fall. Deswegen Keep it simple, Back to the Rules. Natürlich wenn ihr mit einem Lieferanten arbeiten wollt, müsst ihr diesen Gott verdammt manuell angehen. Und tut mir bitte den Gefallen, hört auf gezielt nach Dropshipping-Lieferanten zu suchen. Das ist genau der Kardinalsfehler. Denn was ist Dropshipping? Dropshipping ist lediglich eine Art der Lagerung des Versandes. Dropshipping gab es schon immer für sperrige Produkte. Schon immer für den Fachhandel. Es ist kein Shopping von Ali Express, neumodische Erfindung. Auch wenn es dank Facebook Ads vermeintlich so leicht ist und irgendwie es jeder tut. Aber keiner irgendwie eine Ahnung hat was die rechtlichen Bestimmungen sind und was in den AGBs gesagt wird.

Fabian echt, ich brauche AGBs, Mensch verdammt ja. Worauf ich hinaus will: Keep it simple. Du bist im Prinzip nur ein Handelsvertreter. Du repräsentierst eine Firma, deswegen hast du professionelle Unterlagen zu machen und du musst mit den Leuten in einen Dialog gehen. Und ich empfehle dir, geh in den Dialog insbesondere mit den Lieferanten, die nicht nach Dropshipping schreien. Denn das kann eine Nische sein, die irgendein klassischer Dropshipper noch nicht besetzt hat. Das bedeutet, geh zu den kleinen Unternehmen die es teilweise schon in deinem Ort oder in deiner Stadt seit Jahrzehnten gibt. Das sind sehr viele Traditionsunternehmen. Das kann der Bauer sein, der sein frisches Obst und Gemüse verkauft. Das kann das Weingut sein, das hier bei dir im Ort ist. Oder eine Schreinerei und ein Malerbetrieb. Ich möchte damit nur sagen, diese ganzen klassischen Einzelhändler oder Selbstständige – das ist potentielles Dropshipping. Du musst mit den Leuten sprechen und ihnen sagen, dass du sein Produkt vermarkten möchtest. Das du es digital vermarkten möchtest. Denn letztendlich kannst du auch mal googeln nach Thema Paragraph 48 / freie Handelsvertreter. Ein freier Handelsvertreter also, ja so simpel! Man denkt da nicht immer an die altmodischen Staubsaugervertreter der von Tür zu Tür geht.

Solche Repräsentaten werden händeringend gesucht. Und es gibt viele unseriöse Angebote. Aber generell ist es sehr spannend zu sagen, ja ich bin ein Handelsvertreter. Ich repräsentiere im Handel eine Marke und deswegen kannst du bei diesen Angeboten gezielt suchen. Und du musst dann mit dem Unternehmen sprechen und sagen, ich möchte nicht derjenige sein der von Tür zu Tür reist, aber ich möchte ihr Handelsvertreter sein. Denn was ist ein Handelsvertreter? Der wird auf Provision im Erfolgsfalle bezahlt. Was ist Dropshipping? Du hast ein Produkt und du hast eine Marge. Und du wirst im Erfolgsfall diese Marge verdienen. Das ist nichts anderes. Wie im Prinzip ein neues Wort für Handelsvertreter. Und deswegen ist es egal ob du Handelsvertreter bist, ob du Dropshipper bist. Suche dir Lieferanten, gern auch Nischen. Und sei der erste der dann Dropshipping macht. Und deswegen kannst du auch an diese ganzen klassischen Einzelhändler herantreten in deinem Ort oder eben auf solche Ausschreibungen reagieren. Und dich nicht davon abgestoßen fühlen, weil da nicht das Wort Dropshipping drinnen steht, sondern du musst erkennen, dass Dropshipping nur eine Art des Versandes ist. Es bedeutet nur, dass du die Ware nicht selber lagerst. Das bedeutet aber sonst nichts. Du wirst die Ware verkaufen. Du wirst die beraten deine Kunden. Du wirst die Bestellungen abwickeln. Also genauso wie schon vor 50 Jahren der Staubsauger- oder Teppichvertreter an deiner Tür.

Das Gleiche machst du jetzt eben auf Amazon, auf Zalando, auf Walmart, auf Ebay oder im eigenen Shop, what ever. Das bedeutet, du bist der moderne Handelsvertreter, der sich jetzt Dropshipper nennt. Und mit diesem Wissen, dass es einfach darum geht, dass du die Lieferanten suchen musst, die teilweise schon vor deiner Haustür sind. Du musst nur hingehen und sagen, ich würde gerne Ihre Produkte in meinem Sortiment aufnehmen und vertreiben. Eine Vertriebsstrategie vorlegen. Es gibt nahezu niemanden, der dich nicht beliefern will. Und ich kenne Leute, die hätten ganze Omnibusse, richtige Reisebusse auf Dropshippingbasis vermittelt. Es spielt keine Rolle. Man kann nicht nur Hundefutter per Dropshipping verkaufen oder irgendwelche Artikel aus Ali Express kopieren. Das ist nicht die Definition von Dropshipping. Dropshipping ist einfach im Prinzip erstmal E-Commerce. Das ist Handel. Und als Einzelhändler hast du den Dialog zu dem potentiellen Partner zu suchen. Erkläre ihnen dein Geschäft – dein virtuelles Geschäft, warum er mit dir arbeiten sollte. Verhandle individuell Gott verdammt, welche Marge du erwartest. Erkläre die Reichweite die du aufbaust über die Portale. Vielleicht über Pressemeldungen. Meinetwegen gerne über Facebook Ads. Erzähle deine Marketingstrategie, deinen Einfluss. Und das wirst du in der Verhandlung nutzen um individuelle Retourenlösungen zu erarbeiten.

Und um auch eine individuelle Rabattpreisliste zu erhalten. Erzähle den Leuten, was du vorhast. Wenn du das nicht tust, brauchst du dich nicht zu wundern, warum du dann bei BigBuy oder irgendeinem Massenhändler dessen CSV-Lagerbestandsdatei schon 10 000 andere Dropshipper haben und ihr euch dann alle aufregt, oh Mensch ich verdiene nur noch zehn Cent am Artikel. Dropshipping ist scheiße. Dropshipping ist nicht scheiße, die Herangehensweise ist scheiße.

Entschuldige, wir müssen das einmal so formulieren. Und deswegen denkt bitte über dieses Video (siehe oben) nach, ob auch du, vielleicht nur etwas zu bequem an die Sache herangegangen bist. Und deswegen, wenn du im Handel Fuß fassen willst, dann erwarte ich, als dein virtueller Mentor von dir, dass du die notwendige Disziplin hast die Hersteller auch anzugehen. Ihnen zu erzählen von dem Konzept. Ich habe schon darauf hingewiesen mit welchen Tricks du zum Beispiel jeden Lieferanten zu einem Dropshippinglieferanten machen kannst. Das heißt, selbst die Leute die eigentlich nicht zu dem Endkunden liefern. Schau dir die Videos an. Oder ich habe dir erklärt, wie du vortäuschen kannst, dass du auf einer Messe warst um einen Erstkontakt aufzubauen und somit nicht in diese typische No-Profit-Falle hineinläufst. Also, Mut zur Tat!

 

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