Ich als Dropshipping Experte sage euch heute: Sicherheit geht vor. Gerade in den letzten Monaten hat Amazon mit vielen Fake-Shops und Fake-Artikel zu kämpfen. Amazon fordert daher eine erneute Überprüfung an. Doch diese kann auch für seriöse Händler schnell zum Drahtseilakt werden. Den Verifikationsprozesse können mitunter sehr unpräzise in der Anforderung sein. Im Namen der „Sicherheit“ wird dann der Account auch gesperrt. Für Händler und Dropshipping Experten sehr unschön und mitunter Existenzbedrohend. Aber da die wenigsten Amazon-Kunden all zu genau hinsehen, bei wem Sie letzlich kaufen, muss eben an der Verkäufersicherheit geschraubt werden.

Will man beispielsweiße ein teures Markenprodukt kaufen und findet dies auf einmal zum halben Preis – so klingeln leider nicht bei allen Schnäppchenjäger die Alarmglocken. Die fiesen Maschen der Cyberkriminellen geht aber mitunter soweit, dass Käufer per Mail mit Bankverbindungen kontaktiert werden, mit der Bitte den „Spezial-Sonderpreis“ zu überweisen. Selbstredend, dass Geld und Ware verschwunden sind.

Um dieses Szenario möglichst vielen Amazon-Kunden zu ersparen, führt der Konzern mitunter erneute Überprüfungen am Verkäuferkonto durch. Doch selbst wer den kompletten Verifikationsprozess durchläuft, kann letzlich an Kleinigkeiten scheitern. Verlangt wird das volle Programm! Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszüge, Kontoauszüge und Nachweise der Lieferanten. Während des Verifikationsprozesses sollen eigentlich die Händlerkonten geöffnet bleiben, der Verkauf sollte also demnach wie gewohnt weiterlaufen. Blöd ist nur, dass genau dies in der Praxis oft nicht der Fall ist. Bei der geringsten Unstimmigkeit droht eine Sperrung des entsprechenden Verkäuferkonto.

Soviel Informationen, wie nötig aber so wenig Informationen, wie möglich, könnte das Motto lauten. Denn die mangelnde Kommunikation seitens Amazon macht Verkäufern das Leben schwer. Eine Bearbeitungsdauer von mehreren Wochen kann durchaus für eine kleine Lebenskrise sorgen! Rechstexpertin Yvonne Gasch erklärt hierzu:

„Von der rechtlichen Warte fällt das Urteil zum Vorgehen durch Amazon leider ernüchternd aus. Online-Händler müssen sich vor Augen halten, dass Amazon für Sperrungen oder Kündigungen in seinen AGB entsprechende Bedingungen festlegen kann. Daher ist die Plattform berechtigt, das Verkäufer-Konto bei Verstößen gegen die Bestimmungen seiner AGB zu sperren. Die Voraussetzungen einer Sperrung müssen jedoch belegt werden. Gelingt dies nicht, hat der Inhaber des Accounts grundsätzlich einen Anspruch auf Freischaltung.

Online-Händlern muss jedoch auch klar sein, dass die Geschäftsverbindung zu Amazon nicht ewig dauern muss, denn die AGB sehen ein reguläres Kündigungsrecht vor. Dies hat zur Folge, dass ein Ausschluss von der Plattform möglich ist, ohne dass es dafür einer weiteren Begründung bedarf. Ob man Amazon bereits eine marktbeherrschende Stellung zusprechen kann, werden Betroffene sicher bejahen wollen. Rechtsprechung existiert dazu bisher nicht.“

Amazon überprüft die Konten durchaus in offizieller Mission. Eine solche ist die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche. Nach der sogenannten Know Your Costumer-Regelung, siehe Artikel 8 der 3. EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie, müssen Händler anhand von offiziellen Dokumenten und persönlichen Angaben überprüft werden können. Kommt es hier zu Unstimmigkeiten, wird von einem Geldwäsche-Verdacht ausgegangen und der Account ist tot!

Wir konnten bereits vielen Mandaten helfen, selbst dann, wenn der Verifikationsprozess für verloren abgestempelt wurde. Gleiches gilt auch für die Entsperrung gewisser Kategorien, etwa in den Unterseiten Erotik, Drogerie oder Spielwaren zur Weihnachtszeit. Wie sind deine Erfahrungen beim Verifikationsprozess bisher?

Bei Amazon gesperrt oder suspendiert? Hier kommt Hilfe von Deinen Dropshipping Experten!