1)  „Schwarze Verlagsliste“ wenn ich selbst als Laie (ohne Verlag) starte? 

Ich als Dropshipping Experte sage euch: Natürlich ist das Blödsinn. Aber die Befürchtung hält sich hartnäckig, dass gerade die ersten Gehversuche als Semi-Professionell angesehen werden könnten. Aber jeder hat einmal begonnen und Rückblickend ist immer alles einfacher. Mit der Zeit wächst Mut und Budget und natürlich auch die Erfahrungswerte. Also halten wir fest, immer mehr renommierte Verlage beobachten aufmerksam die Bestsellerlisten und machen erfolgreichen Indie-Autoren sogar aktiv Angebote. Ein Grund mehr den ersten Schritt zu wagen!

Aber gerade aufstrebende Autoren gerade an zwielichtige Verlage. Diese sind insbesondere solche, welche dich Geld verlangen um das Manuskript zu veröffentlichen bzw. zu Promoten. Natürlich kostet Promo Geld. Wir selbst veranschlagen für eine Buchpromo auch rund 3.000 EUR an Honorar – inkl. aktiver Werbung. Aber wir sind auch kein Verlag. Ein echter Verlag berechnet kein Geld, er würde Ihnen im bestfalle eher welches Zahlen. „Unsere Autoren“ haben bzw. möchten keinen Verlag.

Jedoch möchten diese auf eine professionelle Platzierung am Markt inkl. Präsenz auf Buchmessen nicht verzichten. Und genau dafür, für diese individuelle Marketingbemühungen erhalten wir Geld, aber nicht für das Manuskript! Wer wert auf einen wohlklingenden Namen legt, meldet am preiswertesten selbst ein Gewerbe als Verlag an. Doch eine Existenz als Verlagsinhaber kann deine steuerliche Einstufung beeinflussen, etwa wenn bislang der Freiberufler-Status (Schriftsteller) Alltag war. Dein Steuerberater sollte hier möglichst frühzeitig miteinbezogen werden. Ob es einen echten Mehrwert bringt, sei aber dahingestellt. Ich selbst habe nur Erfahrungen im Bereich eines eigenen Indie-Musiklabels, dazu aber mehr im Blogbeitrag zur Musikvermarktung.

2) Müssen Bucheinnahmen versteuert werden?

Um es kurz zu machen. Ja. Grundsätzlich musst du jedes Einkommen deinem Finanzamt melden und versteuern. Dein Steuerberater hilft dir aber sicherlich bei allen Detailfragen.

3) Darf ich mein Buch bzw. eBook unter einem Pseudonym veröffentlichen?

Zunächst ja! Ähnlich wie ein Musiker kannst du auf einen Künstlernamen zurückgreifen. Vermarktet man das gute Stück via Amazon, so gibt es dort das Feld „Autor“. Wie gesagt, an dieser Stelle muss dies nicht dein echter Name sein. Zielführend ist es aber, bei den Account Daten, etwa im Hinblick auf deine Bankverbindung zur Auszahlung, mit echten Informationen aufzuwarten!

Verboten ist jedoch, ein Pseudonym zu verwenden um sich mit fremden Federn zu schmücken. Bereits bestehende Autoren/ Künstlernamen sind ebenso tabu, wie Namen von sonstigen Personen welche in der Öffentlichkeit stehen. Auch akademischen Titel sind verboten. Aus Fabian wird also nicht „Dr. Fabian“, insbesondere mit dem Zunamen in Kombi. Anders kann es bei eindeutig „erkennbaren Künstlernamen“ sein, die eine „Verwechslung ausschließen“: „Prof. Sex“ oder „Dr. Acula“ wären also eventuell möglich. Aber zur finalen Klärung sollte dein Rechtsanwalt befragt werden, denn dieser kann auch die Datenbanken der Markeneintragungen durchstreifen!

4) Wie am besten das Buch in den Handel bringen?

Zunächst muss die Frage geklärt werden, ob nur eBook oder auch als Print-Exemplar. Also Taschenbuch oder Hardcover, alles zusammen oder nur in Teilen? Mit professionellen Dienstleistern kann man recht preiswert auf Amazon.de, Kindle-Shop, Apple iBooks, Thalia, eBook.de und große Buchhandlungen wie Barnes & Noble oder Books-A-Million präsent sein. Auch im Rahmen unserer Pakete platzieren wir Autoren derart. Entscheidend für die Reichweite können durchaus auch herkömmliche Buchhandlungen sein. Wir empfehlen daher immer die Kombi aus Digital und Print.

Gerade letztere lassen sich recht präsent in der Auslage bzw. in Form gut sichtbarer Bücherberge an strategisch guten Plätzen in der Buchhandlung platzieren. Aber damit dies auch derart gut sichtbar der Fall ist, sind Kontakte oder etwas „Spielgeld“ fast immer ein Muss. Darum auch hier nochmals der Hinweise, dass 3.000 EUR nach unserer Erfahrung durchaus ein solides Minimum darstellen können, wenn man eben ein solches Paket möchte. In der Folge verkaufen sich auf diese Weise präsentierte Bücher – und die in deren Umfeld – recht ordentlich. Auf Amazon & Co. geht das schlicht demokratischer zu. Wenn dein Buch oft gekauft wird, dann steigst du unweigerlich auch im Rang. Ab Platz 20 landet man dann auch auf der ersten Seite deines Genres. Aber dazu im Folgenden mehr.

5) Wie viele Verkäufe/ Downloads sind realistisch?

Eine Frage die immer gestellt wird ist, wieviel werde ich verkaufen? Das kann man seriös natürlich nicht vorhersagen. Es kommt auf individuelle Bekanntheit des Autores an, die Marketingmaßnahmen und natürlich auch vom Genre, der Covergestaltung und dem Zeitpunkt der Veröffentlichung. Aber um dennoch etwas Fakten zu präsentieren hier ein paar eigene Werte aus meinen eigenen Veröffentlichungen.

Für eine Kindle Top Ten Platzierung werden über den Daumen geschätzt rund ca. 1.450 Exemplare notwendig sein, um auf Rangposition 1 zu kommen. Bei einem Buchpreis von 3 EUR sind so für den Autor mehr als 2.000 EUR Umsatz am Tag möglich! Auf Platz 10 sind noch etwas um die 300 Verkäufe am Tag notwendig. Ab Platz 20 etwa 200. 100 Verkäufe pro Tag sind wohl Position 50. Das Schlusslicht der Top 100 sollte mit rund 70 eBooks am Tag rechnen. Alles in allem solide Verkaufszahlen. Wenn man sich aber Rang 200 bewegt, sind wohl ca. 50 an der Tagesordnung. Nach hinten raus geht das dann recht schnell Richtung wenige Einzelexemplare am Tag bzw. Woche oder gar Monat.

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6) Bester Preis für ein eBook im Handel – und kann ich es nicht einfach verschenken?

Verschenken ist natürlich grundsätzlich nicht empfehlenswert. Bleibt man beim Branchenprimus Amazon, so ist dieser zunächst einmal Händler. Und Verkäufer verschenken keine Waren. Auch dein Buchhändler um die Ecke würde es wohl Amazon gleichtun. Dennoch bietet Amazon seinen sogenannte „Select-Mode“ an, für einen kurzen Zeitraum von bis zu fünf Tagen, kann dein Buch derart bis auf null EUR rabattiert werden. Persönlich halte ich davon wenig bis gar nichts. Immer wenn ich auf einer Webseite ein eBook geschenkt bekomme, dann will ich es gar nicht lesen. Denn bei mir im Kopf ist „Geschenk kann doch nichts sein“ Verankert. Dies liegt aber wohl auch daran, dass ich auf vielen Marketing-Webseiten verkehre und dort jede Agentur ein Buch verschenkt. Aber eigentlich ist dies nur Eigenwerbung und somit kein eBook im klassischen Sinne!

Noch ein Grund mehr, warum ich ein Freund von Print bin, für mich macht es einfach mehr her. Aber, aktuell testen wir auf unserer Webseite selbst diese „kostenfreie eBook Aktion“, aber es handelt sich dann um ein echtes Buch, und keine Werbeproschüre! Also um es ochmals zu sagen, Bücher dürfen verschenkt werden, aber es dürfen dann keine Fallstricke und „Koppelungen“ zu sonstigen Käufen verbunden werden! Gemäß Artikel im „Buchmarkt“ zur deutschen Buchpreisbindung (die auch für eBooks gilt!), wurde dort berichtet, dass ein Verschenken von preisgebundenen Büchern (…) grundsätzlich erlaubt sei.“  Aber ich empfehle auf jeden Falle eine individuelle Rechtsberatung vor der nächsten Gratis-Promo. Gerade im Hinblick auf Verlosungen und Gewinnspielen haben wir ja in einem gesonderten Beitrag die Unterschiede benannt.

Werde ich nach dem idealen Verkaufspreis gefragt, so ist dieser zunächst einmal klar über Null-Euro hinausgehend. Beobachtet man die eBooks auf dem Markt, so ergibt sich ein bewährtes Preisgefüge. „Teure Verlagsbücher“ oder internationale Bestseller rangieren nicht selten bei der 19,90 EUR Marke. Doch bei besagter Kindle-Bestenliste dann bewegen wir uns eher im Preisgefüge zwischen 4,99 und 9,90 EUR.  Bei „Indie-Publisher“ kann man eher 2,99 und 5,99 EUR beobachten.

Aber neben der Bekanntheit des Autors ist natürlich auch der Buchumfang entscheidend. Als aufstrebender Autor, wären etwa 100 Seiten für 5,99 EUR ein eher gewagtes Preis/Leistungsverhältnis. Gute, umfangreiche Romane von Top-10 Bestsellerautoren kosten meistens zwischen 2,99 und 3,99 EUR. Persönlich finde ich aber, dass eine Prise Mut zur „Treppe von oben Kehren“ durchaus von Vorteil ist. Ein gutes Vorbild ist der „detaillierte Positionierungs- und Marketingplan zum Ausfüllen und chronologischen Abarbeiten“ von Hermann Scherer. Zum Veröffentlichungszeitpunkt im Jahre 2014 kostete das gute Stück rund 20 EUR. Tatsächlich handelt es sich nur um ein Poster! Materialeinsatz lächerliche Cents, aber der Nutzen überwiegt! Die Kundenbewertungen und Verkaufsränge geben dem Preis insofern recht.

7) Wie und wo sollte ich mich als Autor präsentieren?

Da gerade zu Beginn und ohne Verlag im Rücken die Journalisten nicht Schlange stehen werden, kann eine Autorenseite bei Amazon ein guter Schritt sein. Zum einen werden potenzielle Leser besser und individueller Informiert. Aber auch Insights wie Klicks, Verkäufe, Bewertungen und Verkaufsrang zum eigenen Buch stehen zur Verfügung. Das Ganze ist kostenfrei und daher ein Muss. All unsere Autoren werden derart ausgestattet. Denn ganz nebenbei können auch die kommenden Vortragstermine, Lesungen und andere Veranstaltungen kommuniziert werden, samt Videos! Auch das LovelyBooks Autorenprogramm sei empfohlen. LovelyBooks bringt deine Bücher ins Gespräch. Du kannst dich auf einfache weiße mit neuen Lesern (Käufer) verbunden und deine Fangemeinde wachsen sehen. In Summe können so Multiplikatoren, Literaturblogger und Vielleser erreicht werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass deine Bücher Rezessionen erhalten. Diese Bewertungen können dann auch über andere Netzwerke gestreut werden.

Wer als Autor diese sieben Schritte beherzigt, ist in jedem Falle professioneller Informiert wie viele Mitstreiter. Ein Muss ist aber in jedem Falle ein ansprechendes Cover, ein Lektorat sowie einige weitere kleinere Kniffe. Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr zum Thema „Buchvorbereitung“. Wir freuen uns über dein Feedback und deine Erfahrungen aber auch Bedenken.

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