Ich habe mir echt die Frage gestellt: Fabian, du als Dropshipping Experte, sag uns doch mal, wäre es sinnvoll, wir würden für Dropshipper eine Ausbildung machen. So eine Ausbildungspflicht – ist das irgendwie notwendig?

Ihr wisst das vielleicht nicht, aber früher, bevor ich Dropshipping Experte war, war ich als Makler tätig. Das heißt ich hatte ein Immobiliengewerbe. Theoretisch müsste ich die Lizenz noch haben, aber ich habe das schon seit Jahren nicht mehr proaktiv genutzt. Aber was ich damit sagen will, es gibt so Sachen, hat mein Lehrer früher in der Schule gesagt, das fand ich mega. Wenn du Makler werden willst Fabian, brauchst du einfach nur eine Garage und ein Telefon. Dann bist du Makler. Und da ich mir wirklich eine Gewerbelizenz für Makler mir besorgt habe, muss ich sagen, die Firma war wirklich nett. Ich habe nicht von der Garage aus gearbeitet, aber wirklich mit einem Laptop und einem Telefon war ich Makler. Gut, ich habe damals irgendwie tausend Euro plus minus bezahlen müssen. Es war relativ teuer im Verhältnis zu einer Gewerbeanmeldung, rein für diese Lizenz. Aber ansonsten war das wirklich im Prinzip nur eine einmalige Bezahlung. Und dann war es relativ stressfrei.

Was ich damit sagen will, es gibt einfach vermeintliche Jobs, die kann jeder machen. Und so ist das auch bei dem Thema Dropshipper. Irgendwie glaubt jeder, wenn er einen Computer hat, dass er Dropshipper machen kann. Und das Schlimme ist, eigentlich stimmt‘s. Nur ein bisschen kaufmännischen Hintergrund, das kann nicht schaden. Und deswegen will ich einfach heute nochmal sagen, wenn ihr wirklich nachhaltig im Dropshippingbusiness erfolgreich sein wollt, dann müsst ihr entweder ein bisschen was vom Kaufmännischen euch mitnehmen oder ein bisschen was vom Marketingtechnischen oder ihr macht das einfach beides. Denn es sind teilweise so viele Fragen. Und das finde ich super. Also ihr dürft gerne fragen, aber wir müssen die auch beantworten. Und wenn wir sie beantworten, dann müssen wir auch ganz ehrlich mal ein Resümee ziehen. Und das ist teilweise schockierend, mit welchen Ansichten die Leute durch die Welt laufen. Und deswegen wie gesagt, über das Thema Kopieren habe ich euch schon öfters erklärt, dass das meines Erachtens nicht geht.

Aber allein schon wie gesagt nochmal diese Grundvorstellung, da habe ich ja letzte Woche drüber berichtet, Thema Lieferantensuche. Dass man einen Lieferanten sucht, ohne dass man da irgendwie im Detail irgendwas macht, indem man Lieferantenbeziehungen eingeht, sei das jetzt hier in Deutschland oder weltweit. Das ist für mich irgendwie wirklich absurd. Ich würde es nicht tun, weil das einfach jeglicher Logik entbehrt. Ich meine, das ist so wie wenn du jetzt ein Gebrauchtwagenhändler bist. Ok, du stellst den BMW neben den Maserati. Das verstehe ich. Gut. Aber dann bist du auch kein offizieller Resaler. Da bist du einfach im Prinzip ein Schrotthändler, weil es gibt auch Mercedes die sind schon gefühlt 30 Jahre alt und die fallen auseinander. Da kannst du sagen, ich bin Mercedeshändler. Vielleicht wird es ein Oldtimer. Was ich damit sagen will ist, dass alleine das du das dahinstellst oder das du sagst ich habe hier von xy die Brille oder die Uhr von dem und dem Brand. Das macht dich noch nicht zu einem Markenhändler. Zu einem Resaler. Das ist einfach nur Copy and Paste. Das ist so ein bisschen Schrottwarenhändler. Und das mag wie gesagt im Hinblick auf potentielle Oldtimer gar nicht mal verkehrt sein. Aber grundsätzlich ist das einfach Keep it simple.

Vielleicht ein bisschen zu simple. Und deswegen solltet ihr auf jeden Fall immer mit dem jeweiligen Markeninhaber reden. Denn es hat einfach diverse Gründe. Zum einen könnt ihr wirklich über Rabatte sprechen. Ihr könnt über Verkaufsförderung sprechen. Ich weiß es gibt Leute, die kopieren einfach. Unvorstellbar, aber ja. Man kann Werbemittel machen. Man kann Werbemittelzuschüsse machen. Man kann sogar Zuschüsse kriegen für seine Pakete, die man bedrucken lässt. Jetzt sagt ihr, ja ich mache doch Dropshipping. Ja natürlich, aber ihr könnt auch in einem Lager eure Pakete einlagern. Habt ihr darüber vielleicht schonmal nachgedacht? Und deswegen wird es Zeit, dass wir einfach mal ein bisschen ins Marketingtechnische reingehen.

Wenn ihr Dropshipping macht, das bedeutet ja lediglich, dass ihr eure Ware outsourct. Das bedeutet nicht, dass ihr euren Kopf oder Verstand outsourct. Und deswegen habt ihr auf jeden Fall die Möglichkeit in einen eigenen Brand zu kreieren. Und wenn ihr zum Beispiel alles über einen neutrales Fulfillment laufen lasst oder über einen sehr großen Händler, wo ihr sehr viel abnehmt. Ich habe zum Beispiel jetzt so einen konkreten Kontakt in Israel. Die machen Schmuck. Und da ist es zum Beispiel so -das ist ein typisches Dropshippingbusiness, das heißt die schicken dir einfach den Schmuck raus nach der Bestellung. Die gravieren das auch in einer neutralen Box, in einer weißen Geschenkbox. Du kannst aber dort deinen eigenen Brand, den eigenes Logo und alles dort einlagern. Da heißt du lässt einfach mal ein paar hundert oder tausend Schachteln produzieren. Schickst die da hin, in meinem Fall nach Israel zu dem Kollegen. Das ist kein Problem. Es gibt auch in anderen Ländern Druckereien und Kartonagefabriken. Also macht euch keine Sorgen, dass das aus Deutschland kommen muss. Und dann lagert die dort ein und dann könnt ihr im Prinzip trotzdem dropshippinglike das Ganze in einem eigenen Karton rausschicken. Das hat schon etwas von White-Label, aber eben auf einer Dropshippingbasis.

Und das ist ein ganz spannender Ansatz, dass man da sein Business skalieren kann. Und darüber sollte man auch ein Stück weit nachdenken. Das ist nicht immer nur mit dem Copy and Paste getan. Das ist einfach so, wenn ich direkten Kontakt mit meinem jeweiligen Lieferanten pflege und das kann, wenn ihr es unbedingt haben wollt auch in Chins sein. Und da haben wir ja speziell auch einen Beitrag vorbereitet zum Thema Samples und Produktkosten. Wo ihr vielleicht auch nochmal reinschauen sollt. Aber grundsätzlich bedeutet Dropshipping nicht, dass ihr kein Händler seid. Und wenn ihr echte, ernsthafte Händler seid, bedeutet das wiederum im Umkehrschluss – ihr könnt natürlich auch individuell verhandeln und ihr könnt individuelle Benefiz bringen, wie zum Beispiel eine bedruckte Kartonage oder bedrucktes Klebeband. Nur weil ihr kein eigenes Lager habt, in dem ihr das durchlauft, bedeutet das nicht, das ihr das nicht haben könnt. Und das ist Professionalität.

Cruises für Dropshipper und Firmengründer von euren Dropshipping Experten:

Genauso zum Thema Elitedropshipping. Wir haben zum Beispiel gesagt, ok jeden Job den wir aufbauen, den wir rausgeben im Prinzip, der hat ein Trusted-Shops-Gütesiegel. Das heißt nicht, dass du das Trusted-Shops-Gütesiegel nur kriegst, wenn du irgendwie keine Ahnung einen normalen Webshop hast. Als Dropshipper ist das ja nichts irgendwie Besonderes. Das ist einfach nur eine Art des Handels. Eine Form der Logistik im weitesten Sinne sogar. Nur das sollte man vielleicht einfach mal verinnerlichen. Und das ist auch meine Kernfrage- Thema: Brauche ich eine Ausbildung als Dropshipper? Macht euch einfach bewusst, dass Dropshipping einfach nur bedeutet, dass ihr virtuell arbeitet. Thema ortsunabhängig. Wisst ihr, im Prinzip könnt ihr sagen, das ist mein Lager was ich in Deutschland stehen habe und ich bin in Spanien. Jetzt konkret in meinem Case. Nur weil ich einfach nicht da durchlaufen kann. Das ist der einzige Unterschied. Das heißt nicht, dass ihr wie keine Ahnung ein Marsmensch irgendetwas Exotisches denken müsst, sondern es ist einfach nur Delegation. Und dafür muss man ein bisschen ein Gespür kriegen. Und das bedeutet, ihr müsst immer die Vision haben. Und das ist ganz wichtig. Ihr müsst am und nicht im Unternehmen arbeiten. Das klingt banal, Binsenweisheit. Aber es ist so. Und das bedeutet, ihr müsst, wenn ihr am Unternehmen arbeitet, auch das Thema branden. Und deswegen sind so individuelle Kartonagen, die ihr irgendwo eindruckt, eine sehr gute Idee oder unnötig? Was ist deine Meinung auf meine Idee und Frage? Frage deinen Dropshipping Experten Fabian Siegler!