Heute geht es um das Thema „Bildwelt“ und Dropshipping. Das betrifft sowohl eure Testimonials als Bilder, aber auch die Produktfotos. Auf was muss man achten? Zahle ich dafür eigentlich Lizenzgebühr? Und wie sieht das eigentlich aus? Dropshipping Experte Fabian Siegler hat hier und heute Antworten für euch!

Die Bilder sind natürlich maßgeblich im E-Commerce nicht nur bei Dropshipping. Das denke ich, ist kein Geheimnis. Ich habe überall darauf hingewiesen, wenn ihr den Ali-Baba-Export macht sozusagen, einfach Copy und Paste. Dann hat man bei dem Thema Bilder in aller Regel gar keine Benutzerrechte daran. Man würde streng genommen einen Wettbewerbsverstoß auch begehen, weil man sich nur in der Importfunktion einfach bedient, indem man vielleicht mit Opello oder shoppyflymäßig das Ganze herüberzieht. Da habe ich schon ausführlich darüber berichtet, dass das ein heikles Thema ist und ich deswegen dringendst rate, immer zu klären mit dem jeweiligen Lieferanten, was darf ich denn eigentlich nutzen. Thema Bilder, Thema Texte: Nicht nur Thema Plagiate, sondern im Prinzip natürlich auch wegen der Nutzungsbedingungen. Und bei dem ganzen Schienenthema – sind wir mal ehrlich zu uns – höchstwahrscheinlich haben die wenigsten jemals darüber nachgedacht. Die kopieren das einfach. Wenn da mal eine Abmahnung kommt, dann fällt das große Erwachen. Aber im Prinzip ist es unheimlich fahrlässig. Ich als Dropshipping Experte kann davor nur warnen.

Wie sieht es jetzt aber in der EU aus, wenn wir hier an den deutschen Hersteller gehen, vielleicht und sagen Thema Produktbilder. Zunächst einmal muss man sagen, eigentlich tut jeder Hersteller der was von sich hält, Produktbilder zur Verfügung stellen. Wobei wir unterscheiden müssen zwischen einem Hersteller und einem Großhändler. In aller Regel tun die Großhändler es nicht zwingend zur Verfügung stellen. Der Hersteller selbst in aller Regel schon. Von selbst versteht sich eigentlich, dass die Bilder immer freigestellt sein müssen. Wenn man an Amazon denkt, ist es sogar eine Notwendigkeit, dass das erste Bild bei Amazon in der Übersichtsseite stets einen weißen Hintergrund auch hat. Ich kann nur empfehlen, aufgrund der Professionalität, wenn ihr bei Ebay verkauft, im eigenen Onlineshop verkauft, dass ihr das genauso handhabt. Das ist im Prinzip der Standard. Bei Amazon aber auf jeden Fall Pflicht. Wenn ihr auf Plattformen verkauft, achtet darauf, dass eure Bilder, auch wenn ihr die vom Hersteller kriegt, keinerlei Wasserzeichen drin habt, keinerlei Beschreibungen drin habt die vielleicht auf einen Shop hinweisen oder auf einen Urheber hinweisen. Das ist im Bild mit Wasserzeichen nicht erlaubt. Und schaut auch drauf, dass ihr keine Datumsmarker drin habt. Denn das wirkt manchmal ein bisschen unsexy, wenn ihr ein Produkt habt, das es vielleicht schon seit drei Jahren gibt, auch ein Bestseller. Aber die Leute dann irgendwie vor Augen geführt kriegen, das Bild ist schon drei Jahre alt. Manchmal sieht man das auch noch älter.

Was ihr generell auf jeden Fall machen solltet, wenn ihr keine weißen Bilder oder freigestellte Bilder habt, dass ihr das selber macht. Da gibt es solche Fotosoftboxen – ich finde das immer sehr easy. Man hat heutzutage vielleicht auch sein Handy, sein Smartphone. Da ist das relativ einfach professionelle Bilder zu machen, losgelöst von irgendwelchen Modellen. Und ihr könnt zum Beispiel Dienstleistungen wie freistell.de nutzen. Da könnt ihr für ein bis zwei Euro pro Foto die Bilder hochprofessionell im Prinzip auf einen weißen neutralen Hintergrund zaubern lassen. Das würde ich euch auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr grafisch so wie ich nicht so begabt seid und der Hersteller respektive der Großhändler keinerlei Bilder hat, die freigestellt sind. Grundsätzlich gilt es aber, dass ihr schriftlich fixieren solltet, dass ihr die Bilder nutzen dürft. Manchmal kriegt man wirklich noch CD-Bilder, CD-ROMs geschickt. Das ist heute meistens über eine Dropbox gelöst, wo man die runterladen kann. Aber lasst es euch auf jeden Fall schriftlich geben. Dann seid ihr auf der sicheren Seite. Und denkt bitte auch daran, wenn ihr auf Plattformen verkauft, Thema Amazon beispielsweise. Wobei Ebay diesen Beiboxcharakter ja auch inzwischen schon eingeführt hat. Auch manchmal noch eine Testphase. Aber denkt bitte daran, auf Plattformen, wenn ihr euch irgendwo dazugesellt zu einem Produkt, dass es trotz allem geklärt sein muss, dass ihr dieses Produkt grundsätzlich verkaufen dürft. Losgelöste Bildrechte. Da gibt es auch Texte. Und vor allen Dingen ist es so, wenn ihr keinerlei Vertriebsrechte habt – das kann durch einen einfachen Import-Export wie wir eingangs erwähnten aus China xx china-dropship.com zum Beispiel sein, aber auch hier in Europa – dann begebt ihr euch brutal auf Glatteis. Und deswegen empfehle ich euch ganz ganz dringend an dieser Stelle, dass ihr das erstmal klärt, ob ihr das Ding verkaufen dürft. Denn ja, ihr könnt euch dazugesellen zu dem einen oder anderen Anbieter. Das macht man ja so. Da kann man das auf jeden Fall immer schriftlich nachweisen. Dann gibt es auch keine Abmahnung an der Stelle.

Im Gegenzug natürlich, wenn ihr jetzt Bilder selber macht, vielleicht auch freistellen lasst, die ihr für Geld bezahlt und jemand anderes kopiert die auf eine fremde Webseite, könntet ihr den rein theoretisch auch abmahnen lassen. Jetzt ist die Frage, zahle ich bei dem Hersteller dafür Lizenzgebühren? In aller Regel muss man sagen nein.  Aber es gibt tatsächlich Großhändler insbesondere diese typischen Dropshippinggroßhändler. Die haben im Prinzip eine Gebühr. Unter Umständen teilweise 100 Euro plus minus im Monat für die Datenpflege. Das ist aber nicht nur auf das Bild bezogen, sondern auch auf die Texte die man da übernehmen darf. Teilweise auch mehrsprachig.  Ich kenne viele, die deswegen so eine Art Pflege-Setup-Gebühr verlangen. Das mag gerechtfertigt sein. Nur für die Bilder oder rein für den Produktkatalog als solches finde ich es Schwachsinn. Und dann sollte es immer klingeln, ob ihr wirklich mit einem seriösen und richtigen Hersteller respektiver Dropshippingpartner zusammenarbeitet. Denn wenn es nur Geld kostet, dann ist etwas faul. Wie gesagt, wenn das jetzt mehrere Tausend, Zehntausende, ich kenne auch Hundertausende von Produkten vom Hersteller, die so ein großes Portfolio haben, dafür ein paar Euro Pflegegebühr bezahlen – das ist in Ordnung.

Denkt aber auch von allem Komfort bitte auch nochmal rein pragmatisch, selbst wenn ihr das jetzt alles habt und reinkopieren dürft, dann seid ihr rechtlich auf der sauberen Seite. Im eigenen Shop mag es aus Suchmaschinensicht, SEO-technisch nicht immer von Vorteil sein. Da ist es sprichwörtlich das Duplicate Content, das heißt ihr habt den gleichen Text auch wie eben jeder andere. Und das heißt, wenn man etwas von seinem Drop hält, vielleicht auch individuelle Pakete macht, kommt man um ein eigenes Produkt nicht drum herum, um ein eigenes Produktbild. Wie gesagt, ich würde es euch auf jeden Fall empfehlen.

Bei Amazon gesperrt oder suspendiert? Hier findest Du Hilfe bei Deinen Dropshipping Experten!

Wenn wir schon im eigenen Shop sind: Wir hatten schon das Thema Fake und über Fakebewertungen erwähnt auf Plattformen wie Amazon. Da habe ich euch ja vorgestellt. Und ein Tool mit dem ihr Plagiatsbewertungen erkennen könnt. Habe bei dem Thema Bilder denke ich auch an Testimoniens und da insbesondere im eigenen Shop. Es kommt immer wieder vor, dass irgendwelche Bilder kopiert werden und ich finde es mega dreist, weil da von Thalia oder von Shutterstock einfach irgendwelche Stockfotos im Prinzip genommen, Name drunter montiert und da wird geschrieben Herr Müller-Meier aus München ist ein zufriedener Kunde. Und es gibt tatsächlich auch im Jahre 2017 Leute die sich von so etwas irreführen lassen. Ich finde es sehr schwierig. Es gab mal in den Medien – wie müssen hier keine Namen breitreten, aber grundsätzlich ihr könnt es googeln wenn ihr Bock drauf habt – eine Firma die hat Luxushandtaschen verkauft und die hat das genauso im großen Stil auch betrieben. Es gibt aber auch viele andere, die das leider immer noch genauso handhaben. Da wird dann im Prinzip auch ein Ansprechpartner von euch zum Beispiel als Stockfoto dargestellt. Oder auch was ich mega schrecklich finde, Thema Bilder. Wenn ihr bei Über uns zum Beispiel kein Bild von euch habt, sondern irgendwelche mega animierten Bilder. Das ist mega unseriös. Oder auch wenn ihr ein Firmengebäude habt, entweder ihr macht ein Bild von innen, selbst wenn es das Kinderzimmer ist. Wenn es ein schön hergerichteter Schreibtisch ist, ist es erstmal egal wo es ist. Ansonsten nimmt man, wenn es ein repräsentatives Bürogebäude ist, das Ding von außen her. Man kann Büroadressen Thema Retros auch mieten. Kann es repräsentativ machen. Man sollte den Leuten schon ein authentisches Produktgefühl, das sind richtig schöne Produktbilder. Denkt auch an die Auflösung, aber auch von eurem eigenen Image, Bilder von euch oder eben von der Firma zeigen und auf jeden Fall kein Testimonians faken. Wie gesagt, das wird im großen Stil hin und wieder gemacht. Das finde ich mega dreist. Ist im Übrigen genauso abmahngefährdet, Thema Wettbewerbsrecht. Das sollte man deswegen unterlassen. Soviel zum Thema Bilder. Denkt bitte dran, es wäre auch kein Schaden – das bieten im Prinzip wenig Hersteller an – ist aber USP. Wenn ihr vielleicht mal darüber nachdenkt, ob ihr vielleicht mit 360 Grad-Bilder, Rundumbilder oder so Begehungen, je nachdem was ihr verkauft. Gerade für Makler, Immobilienmakler. Klar das ist kein Dropshipping, aber ihr versteht. Da kann man schön mit Emotionen arbeiten und mit Bildern die aufeinander aufbauen. Aber gerade wie gesagt auch bei einem hochwertigen Produkt. Vielleicht beim Schmuck oder bei einem tollen Schuh. Da möchte ich vielleicht auch mal das drehen können. Weil ich bin nicht im Geschäft und kann es nicht in die Hand nehmen. Aber es gibt megatolle Programme, die eben Produkte visualisieren. Dann könnt ihr die so drehen virtuell. Habt ihr vielleicht auch schon gesehen. Das ist gut. Und das solltet ihr auf jeden Fall drauf investieren.

Ich kann nur nochmal appellieren, das habe ich gestern im Private-Call auch den Leuten gesagt am Telefon, hört auf bitte mit diesen Illusionen. Wir haben zehn Euro, wir machen einen eigenen Webshop, losgelöst von irgendwelchen Systemen. Wenn ihr nicht ein bisschen Ressourcen habt, dass ernsthaft zu betreiben, dann bleibt auf der Plattform. Das ist ok. Die haben professionelle Möglichkeiten der Präsentation. Und wenn man da die Spielregeln kennt, das ist in Ordnung. Aber macht keinen Shop, wenn ihr im Prinzip überhaupt keine Möglichkeit habt das Ganze ein bisschen zu unikatisieren.  Ein bisschen USP reinzubringen. Lasst euch auf jeden Fall was die Bildrechte betrifft von einem Rechtsanwalt beraten, dass ihr eurer eigenes Copyright hier schützen dürft. Aber so viel von eurem Dropshipping Experten für den Moment zum Thema Bilder, im Bereich E-Commerce insbesondere bei Dropshipping.