Heute ist Freitag, heute geht es um das Thema Amazon Vendor-Konto vs. Vendor-Express. Was ist der Unterschied und hilft es mir eigentlich, wenn ich beim SellerCenral gesperrt wurde? Soforthilfe bei Sperrungen kannst du hier bei unseren Dropshipping Experten erhalten!

Wir haben letzte Woche gesagt, SellerCentral-Account vs. dem Vendor-Account. Da haben wir gesehen, ein Parallelbetrieb ist möglich und es würde tatsächlich bei dem einen oder anderen der Private Lable-Produkte beispielweise helfen, wenn man gesperrt wurde. Für alle, die hier in dem Video erst einsteigen, schaut Euch das Video und den Blog von letzter Woche an, damit Ihr auf dem gleichen Wissensstand seid.

Und jetzt geht es einfach darum, okay, ein Vendor-Account ist ja triggy, denn den ich kriege ich ja nur, wenn mich Amazon einlädt. Jetzt bedeutet das, wenn Du als sehr guter SellerCentral-Inhaber, als guter Dropshipping Experte, sehr gute Performance hast, kann es sein, dass Du dann von Amazon angerufen wirst, eine E-Mail kriegst, hey, willst Du nicht in unser Vendor-Programm? Gut. So viel letzte Woche. Jetzt gibt es aber auch das Thema Vendor-Express. Was ist der Unterschied? Der Hauptunterschied ist, dass Du als Express im Prinzip jederzeit auch Mitglied werden kannst. Das heißt, Du brauchst nicht diese explizite Einladung. Das ist auf jeden Fall schon mal der große entscheidende Unterschied.

Es bleibt dabei, Du kannst Dein Express-Konto vs. SellerCentral-Account auf jeden Fall nutzen im parallelen Betrieb. Über die Vor- und Nachteile haben wir ja letzte Woche schon ein bisschen gesprochen. An der Stelle gehe ich deswegen hier nicht ein. Es ist auf jeden Fall aber möglich, ein Parallelbetrieb zu machen. Gerade auch vielleicht, wenn man irgendwo Seller-Central-mäßig mal gesperrt wurde, kann es ein Exit sein. Und wie gesagt, in das Express-Thema, um das es heute ja hier geht, kommst Du in jedem Fall auch ohne diese Amazon-Einladung rein. Der einzige Knackpunkt ist zum Beispiel, Du musst, damit Dich Amazon einschätzen kann, wie viel die von Deiner Ware haben wollen, wie viel sie Dir kaufen wollen, musst Du erstmal ein kleines Mindestinvestment im Prinzip machen, indem Du Deine Warenbestände, also kostenlose Produktproben an Amazon einsendest. Das Einsenden ist kostenfrei, aber es wird in aller Regel um die 150 Euro Warenwert sich drehen. In Ausnahmefällen auch bis zu 500 Euro. Immer pro Produkt, also pro Einheit, pro ASIN = immer auf produktespezifischer Ebene.

Jetzt kann Amazon mit dieser Testmenge Tests fahren und Auswertungen erheben… und sagen, okay, jetzt verkaufen wir voraussichtlich in den nächsten Wochen und Monaten so und so viel, wir haben das und das an Marketing vor und dann ordern die Menge x bei Dir. Und dann bist Du ein braver Hersteller und schickst die Ware an Amazon. Es bleibt dabei, dass Amazon den Kundenservice übernimmt, das Retourenmanagement ebenso.

Das heißt, Du hast keinerlei Kundendaten als Feedback, Du hast keinerlei statistischen Daten. Du kannst den Preis nicht wirklich bestimmen. Das hatten wir letzte Woche und daran ändert sich auch im Express nichts. Diese Abhängigkeit ist nicht änderbar, auch nicht für richtige Dropshipping Experten! Weiterhin ist es eine relativ lange Produkt-Liste die kannst Du gar nicht über das Expressthema abwickeln. Das ist zum Beispiel Gefahrgut. Okay, das versteht man noch. Strange ist zum Beispiel auch so was, wie Erotikartikel. Also das hier darfst Du nicht machen. Produkte über 15 kg, ist vielleicht ganz spannend, also mal losgelöst, welche Produkteigenschaften, über 15 kg geht auch gar nicht. Dann haben wir natürlich auch sperrige Produkte, das heißt losgelöst von dem Gewicht auch die Ausmaße, die Dimension, das ist so 240 cm, respektive 420, also Länge mal Breite, da darfst Du ebenso nicht drüber.

Dann haben wir noch Flüssigkeiten.. geht nicht. Zudem natürlich keine Lebensmittel, keine alkoholischen Getränke, keine gebrauchten Artikel. Darf also nur feinste Neuware sein. Bücher, DVDs, Software ..geht auch nicht. Und abschließend Nahrungsergänzungsmittel, geht auch nicht 🙂

Das heißt all das, was ich jetzt hier aufgezählt habe, ist für das Express-Vendor-Programm nicht geeignet. Alles andere ja. Es gibt auch eine Liste der zulässigen Artikel. Das ist im Prinzip jetzt genau das, was hier nicht drauf steht. Aber auch unter dem besagten zweiten Link (unter dem Video) einmal zum Nachlesen. Der erste Link führt Dich direkt zur Expressseite von Amazon, da ist auch noch mal aufgezählt der Infotrailer. Den kannst Du Dir anschauen. Und dazu auch direkt die Anwendung vornehmen. Im Prinzip, eine sehr, sehr coole Sache. Man ist auf jeden Fall Amazon abhängig und das eintönige, alle Leute, die das Express-Thema machen, das ist auch ein sehr großer Unterschied zu dem klassischen Vendor-Account, beklagen, ist, es gibt in aller Regel keinen direkten Ansprechpartner. Wie gesagt, es gibt ja auch keine Einladungen, man drängt sich ja quasi durch Eigeninitiative auf 🙂

Das ist die Hürde bzw. den Preis den man zahlt! Bedeutet keine direkten Telefonnummern, keinen direkten E-Mail-Kontakt…eben weil alles hochgradig automatisiert ist. Das ist ein sehr standardisierter, insofern aber skalierbarer Prozess. Es ist aber klares No-People-Business. Das ist wirklich im Prinzip der einzige, aber auch sehr große Knackpunkt. Das heißt, es ist eine Option, um schnell bei Amazon Fuß zu fassen, um seine Waren schnell in den Handel zu kriegen. Wie gesagt, Amazon wirbt mit wenigen Tagen, keine Wochen, keine Monate. Das ist cool. Was auch ein Vorteil ist natürlich gegenüber Leuten, die vielleicht aus dem SellerCentral-Bereich, das Thema FBA, Fulfillment by Amazon kennt, Du hast diese Lagerkosten, diese Langzeitlagerkosten, das alles gibt es nicht.

Aber Du hast natürlich das Problem, dass Amazon aufgrund der Rechte, die sie mit Dir verhandeln, die Ware vielleicht zurückschickt. Dann hast Du im Prinzip so eine Art Kommissionsware auf einen Part. Das ist natürlich sehr blöd. Du produzierst, freust Dich, yeah, ist verkauft, kommt die ganze Sache nach vielleicht 90 Tagen, drei Monaten, fünf Monaten, wie auch immer, Retour. Das musst Du einkalkulieren. Genau, genau, genau lesen. Und auch die Zahlungsarten, die habe ich letzte Woche gesagt, 60 Tage, 90 Tage Zahlungsziel ist hier in aller Regel geregelt. Und nicht, wie es in einem SellerCentral-Account ist, 14 Tage oder gar, wenn es etabliert ist, ein tägliches Cash-Out. Das ist hier nicht der Fall.

Aber es eignet sich, wenn man schnell Fuß fassen will, wenn man seine Produkte schnell mal antesten will, vielleicht ein bisschen Vertrauen aufbauen möchte zu Amazon, und dann sagt Amazon vielleicht auch wirklich, okay, das verkauft sich gut, da ist gute Nachfrage, ist wirklich ein gutes Produkt, das will ich haben, und dann kommt es vielleicht in das richtige Vendor-Programm – insofern auf Einladung eben. Und hast dann einen persönlichen Keyaccount-Manager, das ist im Prinzip auch genau das, was Du sehen musst. Du hast die Möglichkeit als SellerCentral-Account, als Drittanbieter Produkte zu verkaufen, deswegen auf den Amazon-Schirm zu kommen und deswegen ins normale Vendor, nicht ins Express, eingeladen zu werden. Oder eben über Express durch ein gutes Engagement, über durchschnittliche Verkäufe dahin zu gelangen.

Das heißt im Prinzip zwei Wege stehen für dich als angehender Vendor zur Verfügung. Parallelbetrieb ist möglich! So viel hier und heute zu dem Thema. Jetzt ist es aber so, wir haben es letzte Woche angerissen, es gibt ja auch die Vorzüge, dass Du sagen könntest, okay, ich bin jetzt Vendor. Das heißt, ich habe jetzt die Möglichkeit, A-Plus-Content, Brandet-Content zu erstellen. Ich kann jetzt auch in dem Bereich Markenshops arbeiten. Dieses Ganze vom Thema Markenanmeldung, Markenrechte bei Amazon, um eben auch den Markenshop samt Plus-Content zu kreieren, dazu soll es nächste Woche gehen.