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9 von 10 Patienten­verfügungen versagen, weil sie nicht passen. Für mich ein Grund genug, sich das StartUp Dipat genauer anzusehen.  Die meisten Patientenverfügungen, die sich im Umlauf befinden, sind aus ärztlicher Sicht wertlos, so das StartUp auf seiner Webseite. Doch worum geht es bei einer solchen Verfügung? Zum einen werden die Wertvorstellungen und Lebensqualität berücksichtigt.

Ebenfalls nicht fehlen dürfen die Behandlungswünsche, welche im Falle von wichtigen medizinischen Situationen angewendet werden sollen. Klassiker sind Schlaganfall, Koma, Wiederbelebung oder auch Beatmung. Auch bestehende Pflege- und Hilfsbedürftigkeit soll Berücksichtigung finden. Gab es bereits früheren Erkrankungen oder Medikamenten-Einnahme, so sollte auch dies notiert werden. Welche Angehörige und Vertraute sollen im Falle eines Falles welche Auskunftsrechte erhalten? Wie verhält es sich mit dem Wunsch nach Organspende, Sterbehilfe und Co. Wie du siehst gibt es eine Menge zu beachten.

Doch was hat dies mit dem Start-Up der Woche zu tun? Ich möchte Dir aufzeigen, dass es ein Problem geben muss, wenn du ein StartUp betreibst. Dieses Problem musst du als Unternehmer für deine Kunden lösen. In diesem Falle ist es so, dass die meisten Patientenverfügungen, welche sich im Umlauf befinden, aus ärztlicher Sicht wertlos sind! Und das schlimme ist, dass dies fast immer der Fall ist. Egal ob solche Dokumente mittels Ankreuzvordrucke oder vom gut bezahlten Anwalt erstellt wurden. Die Gründe sind vielfältig. Auskunft gibt auch das Deutsche Ärzteblatt. Darin geht hervor, dass viele Patientenverfügungen schlicht zu schwammig formuliert sind. Die Konsequenz: im Einsatzfall sind diese dann nicht greifbar. Nicht selten liegen die wertvollen Lebensretter zu Hause in der Schublade. Erkennbar sind wirkungslose Verfügungen oft an Formulierungen wie:

„Ich wünsche keine unnötige Verlängerung meines Leidens…
..wenn ich mich in einem unabwendbaren Sterbeprozess befinde…
..oder keine Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft besteht.“

Von fehlender Fachkenntnis zeugen zudem Passagen, die ausdrücklich eine ausreichende Medikamentengabe gegen Schmerz, Angst oder Atemnot erbitten. Diese Dinge sind selbstverständliche so Dipat weiter auf seine Webseite und umfassen die Grundpflicht aller Ärztinnen, Ärzte, Krankenpfleger und Schwestern. Okay, nun aber zum Business-Case. Es gibt ein Pitchdeck mit gerade einmal zarten 14 Seiten. Doch damit gelang es 2 Millionen Euro Finanzierungskapital einzusammeln. Wie das Deck aussah könnt Ihr unter dem folgenden Link oder im Video ansehen. Zunächst daher die wesentlichen Bestandteile der Präsentation:

  • Problem
  • Lösung
  • Markt
  • Produkt
  • Geschäftsmodell
  • Alleinstellungen
  • Wettbewerber
  • Markteinführung
  • weitere Schritte
  • Team
  • Investoren-Angebot
  • Kontakt

Dipat ist bereits im Jahre 2015 gegründet worden und ging letztes Jahr live. Es ist dennoch unser StartUp der Woche, weil es aufzeigt, wie wichtig eine Investoren-Präsentation sein kann. Keep it Simple, ist wohl das beste Argument.

Wenn du also auch auf der Suche nach Fremdkapital bist, dann lasse dich von diesen 14 Seiten inspirieren. Klarheit und Aufbau können sicher auch Dir helfen. Sofern du weiter auf der Suche nach Kapital bist, schaue dir auch unsere Beratungsleistungen zu diesem Thema an. Und zum Schluss teile uns deine Erfahrungen mit. Hast du bereits vor Investoren gepitcht? Wie umfangreich waren deine Präsentationsunterlagen?

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